Gemüsepüree mit Spaghetti

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Zutaten:

250 g Stangenbohnen
2 mittelgroße Karotten
1 kleine Zwiebel
1/2 Kohlrabi
1 Eßl. Rapsöl, zum anbraten
1 Eßl. kernige Haferflocken
250 ml Wasser
1 geh. Eßl. Gemüsebrühe
50 ml Sahne
1 Eßl. milder Weißweinessig
1 Teel. Thymian, getrocknet
1 Teel. Oregano, getrocknet
1 Teel. Bohnenkraut, getrocknet
1/4 Teel. Chilipulver
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

Karotten, Zwiebel und Kohlrabi schälen, Stangenbohnen fädeln. Alle Gemüse in grobe Stücke schneiden. Die Gemüsewürfel in Rapsöl kurz anbraten.

Wasser mit Gemüsebrühe aufkochen. Die Brühe zu den Gemüsewürfeln angießen und 20 – 25 Min. köcheln. Ist das Gemüse weich wird alles im Mixer oder mit dem Zauberstab fein püriert.

Die Sahne und den Weißweinessig zufügen und unterrühren. Mit den Kräutern und Gewürzen kräftig abschmecken.

Serviervorschlag:

Spaghetti und 50 g Schinkenwürfel in Butter anbraten und zu dem Gemüsepüree servieren.

Hamburg und die IGS 2013

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Die City von Hamburg liegt nur 3 S-Bahnstationen von Wilhelmsburg und von der Internationalten Gartenausstellung 2013 entfernt.

Mit guten Hamburger Freunden besuchen wir die Ausstellung und tauchen ein in die „Welt der Häfen“, die „Welt der Religionen“, in die Wasserwelten und Kleingartenoasen.

Üppig und lebendig, so ist die Bepflanzung die uns Besucher gleich am Haupteingang begrüßt.

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In den Containern leuchten in schöne Sommerfarben Sonnenhut, Löwenmäulchen und Rainfarn umwogt von Federborstengras und Chinaschilf. Die „Welt der Häfen“ zeigt bewegte Pflanzen die an sanfte Wellen erinnern.

In der Hafenwelt gibt es exotisches zu sehen wie …

P1020886  … die Baumwolle.

Es wird Erstaunliches erzählt über Seide, z.B. das ein Seidenspinner vier Wochen nach der Geburt seine Größe um das 25-fache gesteigert hat. Das für ein Kilogramm Seidenfasern sechs Kilo Konkons benötigt werden oder das ein Seil aus Seide mehr Gewicht tragen kann als ein gleich dickes Seil aus Metall.

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Bunt, jedoch als Plastik, zeigen sich die Gewürze aus fremden Ländern.

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In den Teekisten dürfen echte Teepflanzen wachsen.

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Der schnell wachsende Bambus findet als umweltfreundlicher Rohstoff Verwendung für Einrichtung und im Gartenbau. Beim anlegen einer Bambusecke im eigenen Garten ist jedoch Vorsicht geboten. Es muß unbedingt eine Rhizomensperre angebracht werden, denn die Pflanze hat einen sehr großen Verbreitungsdrang. Der Riesenbambus (Phyllostachys pubescens) wächst, so steht zu lesen, bis zu einem Meter pro Tag und ist weltweit die schnellstwachsende Pflanze. In Zentralchina kann sie eine Wuchshöhe von bis zu 30 m erreichen. Wir bewundern das eindrucksvolle Gerüst und verlassen die „Welt der Häfen“.

Vorbei an Kleingärten wandern wir zu den Hamburger Terrassen.

Das Gelände ist sehr weitläufig. Aus diesem Grund wird die, kostenpflichtige, Hochbahn gerne genutzt.

Wir gehen über die Brücke um die Wilhelmsburger Reichsstrasse zu überqueren. Auf der anderen Seite angekommen empfängt uns wieder ein Blumenmeer in wunderschönene Sommerfarben.

P1020916  orangerote Zinnien

P1020918 violette Sommerastern

P1020956 blauer Eisenhut

Im Randbereich der Ausstellung, sind Zonen mit natürlicher Vegetation in die Naturlandschaft eingebettet. Hier sind  Schilf, Rohrkolben und viele Wildblumen zu finden.

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Ein versteckter und beschützter Sitzplatz ist Loki Schmidt (1919 – 2010) gewidmet. In „Loki’s Garten“ wachsen heimische Wildpflanzen. Die Frau von Altbundeskanzler Helmut Schmidt war eine beliebte und geachtete Naturschützerin. Sie gab seit 1980 jährlich die „Blume des Jahres“ bekannt. Einer ihrer Leitsätze war: „Man schützt nur, was man kennt.“

„Blume des Jahres 2013“ ist das Leberblümchen.

Abwechslungsreich ist die Weggestaltung auf der Gartenausstellung.

P1020908  Der Barfusspfad

P1020980 Informationswege

P1020903 getrennt und zusammen

P1020989 In Farbe

P1020994 durch den Canyon…

P1020996  …und geheimnisvoll durch ein Stück „Regenwald“.

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Nach den interessanten Wegen tut eine Rast gut. Anschließend erkunden  wir die „Welt der Religionen“.

Für die fünf Weltreligionen wurden jeweils ein Garten gestaltet. Den zentralen Mittelpunkt bildet ein gemeinsamer Brunnen.

Schon von Weitem grüßen uns mit fröhlichen Farben die buddhistischen Fahnen und Lampions.

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Die Buddhastatue unter dem Bodhi Baum, die Wand aus Bambusstäben, ein Meditationspodest und der Lotusblumenbecken strahlen Ruhe und Frieden aus.

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Die Lotusblume ist in der buddhistischen und hinduistischen Lehre das Symbol für Reinheit, Treue und Erleuchtung.

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Der Lotuseffekt, die Fähigkeit zur Selbstreinigung, wurde in den 1970-er Jahren entdeckt und gewinnt in Technik und Wirtschaft immer mehr Bedeutung.

Durch ein Palmentor gelangen wir in den Garten des Islam mit maurischen Wasserspielen, Brunnen und einem symbolische Olivenbaum (auf unserem Foto leider nicht zu sehen).

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Der jüdische, der christliche und der hinduistische Garten, die fünf Gärten erscheinen unterschiedlich wie die Religionen auch. Doch jeder dieser Gärten strahlte Ruhe aus.

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Nach diesen Gärten der Besinnung kommen wir zu den „Wasserwelten“. Wasser ist Leben. Ohne Wasser gibt es nur Dürre und Steppe.

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Vorbei an Savanne, Oase und den Sandbergen des Wüstenspielplatzes bestaunen wir eine geheimnisvolle Schatzkiste.

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Nachdenklich macht mich die Wand aus Wassertanks…

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… und der kleine Garten mit Weizen, Sonnenblumen, Reben, Apfelbäumchen und Mais.

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Für 1 kg Weizen werden 1330 l Wasser benötigt, 430 l Wasser für 1 kg Sonnenblumenkerne.

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430 l Wasser für 1 Liter Wein und 910 l Wasser für 1 kg Mais. Für 1 Liter Apfelsaft benötigt man 950 l Wasser.

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Diese Informationen waren auf dem Weg durch diesen Garten zu lesen.

Ein Geysir, Wasserkino, Wasserreinigung durch Gräser, P1020985

Jules Verne’s „20000 Meilen unter dem Meer“, die Geschichte vom „Kleinen Wassermann“ – lesbares Wasser, interessant dargestellt. Wasserkraft und der „Wasserfußabdruck“ vielseitig und kurzweilig ist der Wasserweg.

Die südlich gelegenen lebendigen Kulturlandschaften mit der „Welt der Bewegung“, „Welt der Kontinente“ und den „Naturwelten“ werden wir heute nicht mehr besuchen. Die Eindrücke der vergangenen Stunden möchten wir in Ruhe verarbeiten.

Vorbei an dem Rosenboulevard kommen wir zur Blumenhalle. Die möchte ich mir noch kurz anschauen. Kreativ und innovativ sind die Werke die hier ausgestellt sind.

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… und manche dekorativen Ideen sind so einfach und doch so wirkungsvoll…

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… wie diese Gladiolenblüten in schlichten Weinflaschen.

Alle 80 Gärten konnten wir uns nicht anschauen. Doch das Gelände wird auch nach Ende der Internationalen Gartenausstellung im Oktober als Park erhalten bleiben. Bei unserem nächsten Hamburg-Aufenthalt werden wir das Gelände bestimmt wieder besuchen.