Katzenstühlchen flechten

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Mama, warum heißen sie „Katzenstühlchen“ da passt doch gar keine Katze drauf?

Als Kind liebte ich die kleinen Flechtwerke aus Binsen. Bei Spaziergängen an einem nahegelegenen Waldsee bat ich meine Mutter um ein Katzenstühlchen. Mein Vater suchte die Binsen aus und Mama begann zu flechten. Stolz trug ich meine Schatz nach Hause.

Am Wochenende spazierten wir mit meinen Enkeltöchtern an einem kleinen Bachlauf entlang. Hier wuchsen viele Binsen. Da wurde die Erinnerung an die Katzenstühlchen, sie werden auch Kuckucks- oder Krötenstühle genannt, wieder wach.

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Voller Begeisterung rupften wir einige lange Binsenstängel. Geflochten wurde zuhause. Meine Enkeltöchter sahen aufmerksam zu und flochten bald eifrig ihre eigenen Katzenstühlchen.

Hier die Anleitung:

Die erste Binse zwischen Zeigefinger und Mittelfinger von der Handinnenfläche nach außen legen.

Zwischen Ringfinger und kleinem Finger wieder nach innen legen.

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An der Handaußenseite ist am Mittel- und Ringfinger die Binse zu sehen. Beide Teile sollten ungefähr gleich lang sein.

Die zweite Binse auf die Finger legen, direkt vor die erste Binse.

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Ein Teil der ersten Binse wird nun zwischen Zeige- und Mittelfinger nach außen, Richtung Handoberfläche, gebogen. Der andere Teil der ersten Binse wird zwischen Ring- und kleinem Finger nach außen, Richtung Handoberfläche, gebogen.

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Die dritte Binse wieder parallel zur zweiten Binse legen und diese, wie die erste, nach außen biegen. Nun Binse um Binse auf diese Weise einflechten.

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Ist das Katzenstühlchen ca. 4-5 cm breit wird die letzte Binse angelegt. Die Enden werden vorsichtig zwischen der letzten und zweitletzten Binse durchgesteckt und leicht festgezogen.

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Nun die verflochtenen Enden gut festhalten und das Geflecht vorsichtig von der Hand abziehen. Das Binsenstück an der Handaußenseite wird nach oben gebogen und gibt die Rückenlehne des Katzenstühlchens.

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Die Binsenstängel werden mit einer Binse vorsichtig zusammengebunden und schon ist das Katzenstühlchen fertig.

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Die kleinen Finger einer meiner Enkeltöchter konnten nur wenige Binsen halten um sie zu verflechten. „Das ist kein Katzenstühlchen, das ist ein Mäusestühlchen.“ meinte sie als ihr Kunstwerk fertiggestellt war.

Die Freude über die Katzen- und Mäusestühlchen war groß und meine Enkeltöchter waren sehr stolz auf ihre Flechtwerke.

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Grüne Tomatenmarmelade

Eine leckere Möglichkeiten unreife Tomaten zu verwerten:

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Zutaten:

700 g grüne Tomaten
100 ml Weißwein
500 g Einmachzucker 2:1
1 Msp. Zimt
1/2 Schnapsglas Rum

Zubereitung:

Die grünen Tomaten waschen, den Strunk entfernen und in grobe Stücke schneiden.

In 100 ml Weißwein weich dünsten, dann im Mixer oder mit dem Zauberstab fein pürieren.

In einem hohen Topf das Tomaten/Weinpüree mit dem Einmachzucker und dem Zimt mischen, aufkochen und 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Kurz vor Ende der Kochzeit den Rum zugeben.

Gelierprobe machen. Die grüne Tomatenmarmelade in Schraubgläser abfüllen, fest verschließen und für ca. 5 Minuten auf den Kopf stellen.