Herzliche Weihnachtsgrüsse

Weihnachten

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,
und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
daß die kleinste Welt die größte ist.

Joachim Ringelnatz

WinterBank

Begrüße das neue Jahr vertrauensvoll und ohne Vorurteile,

dann hast du es schon halb zum Freunde gewonnen.
Novalis

Schneeblume

Weihnachtstage – Silvester – Neujahr

Wir wünschen allen unseren Lesern fröhliche, gemütliche und harmonische Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Euer alles-blüht-Team

Die Rauhnächte

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Rund um die langen Winternächte in der Weihnachtszeit ranken sich Mythen und Sagen. Da erwachen wilde Männle und Gnome zu neuem Leben. Alte Rituale umranken die Rauhnächte. Mit der längsten Nacht des Jahres, am 21. Dezember, dem Thomastag beginnen die sagenumwobenen Rauhnächte. Der 24. Dezember, die Christnacht, der 31. Dezember, Silvester und die Nacht von Dreikönig am 6. Januar sind die anderen Rauhnächte in denen, glaubt man den Sagen aus alter Zeit, sonderbare Dinge geschehen können. Da sprechen die Tiere, die Perchten, das sind zottelige Gesellen, gehen um. Die Rauhnächte gelten als Zeit „außerhalb der Zeit“. Je nach Region unterscheiden sich die Anzahl dieser mystischen Nächte. Zwischen drei und zwölf Nächte werden zu den Rauhnächten gezählt.

P1040303-001    Maske aus Matrei/Osttirol

In der Zeit der Rauhnächte werden in vielen Gebieten auch heute noch Rituale gepflegt. Böse Geister werden mit Räucherungen ausgetrieben, auch Lärm soll böse Mächte vertreiben. Orakel werden befragt, wie das Wetter im kommenden Jahr wird und wie die Ernte ausfällt. Mit dem Silvesterfeuerwerk wünschen wir uns gegenseitig Glück und ein gutes Jahr. Beim Bleigießen orakeln wir was die Zukunft bringen wird und mit kleinen Schornsteinfegern, Kleeblättern und Glücksschweinchen werden Freunde und Verwandte beschenkt.

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Traditionsessen in der Silvesternacht „Rippchen und Kraut“

Bei uns wurde als Mitternachtsessen in der Silvesternacht Sauerkraut, meist mit Rippchen, serviert, damit immer genug Geld in der Geldbörse ist. „Zwischen den Jahren“ durfte auf keinen Fall gewaschen werden, das bringt Unglück. Diese Regel kenne ich seit ich ein kleines Kind war. Ich habe sie übernommen und auch in diesem Jahr wird zwischen Weihnachten und Neujahr auf keinen Fall Wäsche gewaschen.

Mit den Perchtenumzügen in einigen Regionen Österreichs enden die Rauhnächte am 6. Januar. An diesem Abend werden oft Haus und Stall ausgeräuchert. Mit der Räucherung werden alte, verbrauchte oder böse Energien vertrieben, damit im neuen Jahr Platz ist für Glück und Gesundheit.

In dieser „staaden“ Zeit, der ruhigen Zeit am Jahresende ist es gut ein wenig Ruhe einkehren zu lassen. Ob mit Bräuchen der Rauhnächte oder ohne feste Rituale. Eine Kerze anzünden, eine gute Tasse Tee genießen, die Gedanken schweifen lassen. Dieses kleine Ritual tut der Seele, dem Geist und dem Körper gut.