Schwarz-rot-gold ein WM Dessert

Schwarz – Johannisbeeren

…. Rot   – Johannisbeeren oder Himbeeren

…. Gold (hellgelber) Vanillepudding

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Hier kommt unser WM Dessert in zwei Varianten:

VARIANTE 1:  -im Bild oben-

Zutaten:

300 g rote Johannisbeeren, vom Stängel abgezupft
100 ml Wasser
40 g Zucker
40 g Einmachzucker 2:1
1 Blatt Gelatine

200 g schwarze Johannisbeeren, vom Stängel abgezupft
100 ml Wasser
50 g Zucker

1 Päckchen Vanillepudding
1/2 Liter Milch
2 Eßl. Zucker

einige Minzblättchen zum dekorieren.

Zubereitung:

Schritt 1:
Vanillepudding nach Vorschrift mit Milch und Zucker zubereiten. Etwas abkühlen lassen, dabei immer wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet.

Ist der Pudding abgekühlt in dekorative Gläser füllen und in den Kühlschrank stellen.

Schritt 2:
Rote Johannisbeeren waschen, abtropfen lassen und anschließend mit den 100 ml Wasser aufkochen und ca. 5 Minuten leicht köcheln. Abkühlen lassen und anschließend durch ein sauberes Tuch drücken, damit die Kerne zurückbleiben. Es ergab bei mir 200 ml roten Johannisbeersaft.

Den Saft mit dem Zucker und dem Einmachzucker aufkochen. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Gelatine einweichen und nach Vorschrift zu dem Saft geben.

Zur Seite stellen, damit die Masse leicht abkühlen lassen. Nachdem der Pudding im Kühlschrank fest ist kann die rote Johannisbeermasse darüber verteilt werden. Wieder in den Kühlschrank stellen. Es kann eine Weile dauern bis die roten Johannisbeerencreme fest ist.

Schritt 3:
Schwarze Johannisbeeren waschen, abtropfen lassen und mit den 100 ml Wasser aufkochen, 5 Minuten leicht köcheln. Abkühlen lassen. Die Masse dann ebenfalls durch ein sauberes Tuch drücken. Es ergab 85 g Johannisbeermus.

Das Mus mit dem Zucker mischen, kurz aufkochen und anschließend so lange leicht köcheln lassen bis die Masse um ca. 1/3 reduziert ist. Kühl stellen.

Die schwarze Johannisbeermasse habe ich erst auf dem Dessert verteilt als die rote Creme ganz fest war, sonst vermischen sich die beiden Farben. Die schwarze Johannisbeercreme hat die Konsistenz einer cremigen Soße.

Das Dessert mit Minzblättchen dekorieren.

VARIANTE 2:

Zutaten:

Die Zutaten und die Zubereitung für die schwarze Johannisbeercreme und für den Vanillepudding sind die gleichen wie bei Variante 1. Statt der roten Johannisbeeren habe ich hier folgende Zutaten verwendet:

140 g Himbeer-Erdbeer-Marmelade mit Rosmarin
50 ml roten Sekt
1 Blatt Gelatine

Zubereitung:

Schritt 1 und 3 werden wie bei der Variante 1 ausgeführt.

Schritt 2:
Den Himbeer-Erdbeer-Marmelade mit Rosmarin mit dem roten Sekt glattrühren. Etwas erwärmen, die Gelatine einweichen und nach Vorschrift zu dem Gelee geben.

Ist der Pudding fest, die Masse daraufgeben und fest werden lassen. Zum Schluß die schwarze Johannisbeersoße darübergießen.

Zugegeben, dieses Dessert ist etwas zeitaufwendig doch es lohnt sich. Das zarte Vanillearoma, gemischt mit den fruchtigen Cremes, schmeckt nicht nur während der WM hervorragend.

 

 

 

 

 

 

Gärtnerei Grünewald und die Homöopathie

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100 Jahre sind eine lange Zeit. Bereits 1870, vor 144 Jahren, gründete Wilhelm Grünewald im hessischen Babenhausen eine Gärtnerei. Sein Urenkel Klaus Blümler übernahm den Familienbetrieb bereits im Alter von 20 Jahren direkt von seinem Großvater und leitet den Betrieb, mit tatkräftiger Unterstützung seiner Frau, noch heute.

Das ist alles sehr interessant, doch was ist so besonders an der Gärtnerei Grünewald?

Klaus Blümler arbeitet in seinem Betrieb seit ca. 15 Jahren fast ausschließlich mit Homöopathie und setzt Nützlinge zum Pflanzenschutz ein. Hier wird fast 80 % der Verkaufsware selbst gezogen.

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Dahlien, Zinien, Löwenmäulchen – alles aus eigener Zucht. Der Gärtnermeister tauscht seine Zöglinge mit Kollegen aus der Region. So weiß er wo seine Pflanzen herkommen.

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Wir hatten Gelegenheit zu einem ausgiebigen Rundgang durch die Anlage und zu einem sehr informativen Gespräch mit Herrn Blümler. Meine erste Frage war: „Herr Blümler, wie kamen sie zur Pflanzen-Homöopathie?“ Hier die interessante Antwort von Klaus Blümler: “ Wir haben zwei hochallergische Kinder. Mit homöopathischen Mitteln konnten wir eine sichtbare Besserung erzielen. So waren wir mit dem Thema „Homöopathie“ schon vertraut. Vor 15 Jahren kam ich auf einer Messe an einem kleine Stand mit homöopathischen Pflanzenschutz vorbei. Mein Interesse für dieses Thema war damit geweckt und ich startete in meinem Betrieb die ersten Versuche mit homöopathischen Pflanzenschutz.“

Mehr und mehr wurden die Blumen und die Pflanzen der Blümlers mit homöoapathischen Mitteln behandelt. Nützlinge wurden eingesetzt und altes Wissen, wie Moospackungen für die Neubewurzelung, wurden angewandt.

Laßt uns einen Rundgang durch die Außenanlage und durch die Gewächshäuser dieser besonderen Gärtnerei machen:

P1060029 Wir sehen die filigrane Blüte des Eisenholzbaumes…

P1060037  …Trompetenwinden in Strauchform…

P1060030_1  …und die Frucht der seltenen Baumtomate. Ursprünglich stammt dieser Baum aus dem Süden Boliviens und dem Nordwesten Argentiniens. Die Früchte des Tamarillo sehen zwar aus wie Tomaten, doch der Geschmack ist anders und ungewöhnlich. Auch kann die Frucht nicht wie eine Tomate gegessen werden. Sie sollte aufgeschnitten und ausgelöffelt werden.

P1060068  Wir bewundern die rotblättrigen Bananenstauden. Zum umtopfen dieser großen Pflanzen, so erzählt uns Herr Blümler, wird eine Seilwinde benötigt.

P1060052  Aus Korsika stammt der Samen aus dem Klaus Blümler herrliche Pinien gezogen hat. In diesem Jahr tragen sie zum ersten Mal Zapfen.

P1060055 Es gab auch große Eucalyptusbäume in der Gärtnerei, doch diese sind einem Frost zum Opfer gefallen. Nur die kleinen Bäumchen haben überlebt, sie waren im wärmeren Winterquartier.

P1060065 Die imposanten Lorbeerbäume sind teilweise noch vom Urgroßvater Klaus Blümlers und mittlerweile über 90 Jahre alt.

P1060044  Für den Frühbeetkasten werden Befestigungen aus vergangenen Tagen genutzt. Es erinnerte mich an die Gärtnerei meiner Kindheit wo ich, in Begleitung meiner Mutter, oft Blumen und Pflanzen aussuchen durfte.

P1060082  25 Jahre alt und kein bißchen müde ist die Topfmaschine die uns Klaus Blümler gerne zeigt. „Die Elektronik mußte mal nachgerüstet werden. Die Maschine läuft noch immer einwandfrei, wie am ersten Tag.“ so Herr Blümlers Kommentar. Die Pflanztöpfe werden desinfiziert und wieder verwendet. Das spart Kosten und entlastet die Umwelt.

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Auf die Kinder warten die Meerschweinchen „Zak“ und „Cody“ und die Kaninchen „Hannes“ und „Flöckchen“.

In den Gewächshäusern ist es ebenso spannend wie im Freigelände.

P1060075 Jiaogulan, die chinesische Heilpflanze des ewigen Lebens haben wir sofort erstanden. Die etwas bitter schmeckenden Blätter verwenden wir als Würzkraut zu Salaten.

P1060078  Die Zimmerlinde, war früher in fast jedem Wohnzimmer zu finden. Heute ist sie kaum noch zu sehen. Diese Pflanze gilt als hervorragender Luftreiniger und es wird eine meiner nächsten Anschaffungen sein.

P1060103  Viele verschiedene Arten von Duftgeranien bekommen wir zu sehen und wir erschnuppern Apfel-, Minze-, Zitrone- und sogar Coladuft bei den Pflanzen.

P1060108  Besonders beeindruckt haben mich die „Mutterpflanzen“ aus denen Klaus Blümler seine Pflanzen züchtet.

Zum Ende unseres Rundgangs besuchten wir noch das älteste der Gewächshäuser. Es stammt aus dem Jahr 1950.

P1060188  In diesem Gewächshaus sehen wir eine wunderbare, fleischfressende Kannenpflanze. Sie gedeiht in reinem Torf und wird ausschließlich mit Regenwasser gewässert.

P1060130  Bei der reich blühenden Bromelie gibt mir Herr Blümler noch den guten Tipp: Beim Umsetzen der „Kindel“, das sind die Ableger, ein Stück Apfel in die Erde oder in die Mitte der Pflanze geben. Anschließend gießen und für zwei Wohen mit einer großen Mülltüte umhüllen. Das regt die Blüte der jungen Pflanze an.

P1060132  Die Blumen im gut sortierten Ladengeschäft sind „FairTrade“ gehandelt und natürlich alle von 1A Qualität.

In der Gärtnerei von von Klaus Blümler werden erfrorene Pflanzen nicht zwangsläufig entsorgt. Hier wird gewartet was passiert…

P1060073  …und manchmal wird aus dem Einzelstamm einer kümmernden Palme eine so wunderbare 6-stämmige Pflanze. Die Pflanzen dürfen sich hier Zeit nehmen um zu wachsen, der Mond wird beachtet, es werden keine synthetischen Mittel eingesetzt.

Interessierten Besuchern stehen alle Gewächshäuser offen und auch das gesamte Außengelände kann, während der Öffnungszeiten: Mo – Fr von 8:30 –  12:30 Uhr und  14:30 – 18:30 Uhr und Samstags von 8:30 – 14:00 Uhr, besichtigt werden. Ein Besuch in dieser schönen und besonderen Gärtnerei lohnt sich.