Garten im Oktober

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Quitten ernten und zu leckerem Gelee und Quittenbrot verarbeiten.

Majoran ernten und trocknen.

Grüne Tomaten pflücken. Grüne Tomatenmarmelade kochen.

Vor dem ersten Frost:
Frostempfindliche Gemüsesorten spätestens jetzt ernten, z.B. Paprika, Peperoni, Kohlrabi.

Um Thymian und Zitronenmelisse zu schützen kann Laub als Kälteschutz angehäufelt werden.

Mögliche Pflanzzeit für Obstgehölze, wie Apfel, Birne, Pflaume, Mirabelle, Kirsche. Wir pflanzen unsere Obstbäume im Frühjahr.

Lagerobst ernten.

Empfindliche Kübelpflanzen, z.B. Engelstrompeten, in den Keller oder einen kühlen Raum stellen. Über Winter sparsam gießen.

Verblühte Blütenstände des Sonnenhut schneiden wir nicht ab. Die schwarzen Knöpfe der Samenstände geben einen schönen Akzent im Beet. Auch die Blütenstände unserer anderen Herbstblüher dürfen bleiben. Kommt der erste Raureif sehen die „gezuckerten“ Restblüten wie kleine Kunstwerke aus.

Autorin: Ursula Philipp

Die Bienenretter

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Frankfurt-Sachsenhausen an einem Abend im August. Abseits vom Äppelwoi-Viertel der Großstadtmetropole, wo Touristen flanieren und die Einheimischen ihr „Stöffche“ genießen, waren wir mit Christian Bourgeois vom Projekt Stadtimker Initiative Bienenretter vom Verein FINE e.V. verabredet.

Was ist FINE e.V. und was sind die „Bienenretter“?

FINE e.V. – Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung e.v. – ist ein gemeinnütziger Verein der 2010 von Fach- und Führungskräften aus Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft gegründet wurde. Der Verein unterstützt u.a. Schulen mit Workshops um Nachhaltigkeit bewußt zu machen.

Mit dem Projekt Bienenretter möchte FINE e.V. den Kindern, Jugendlichen und den Erwachsenen die Zusammenhänge zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen leicht verständlich und altersgerecht vermitteln.

P1070052 15 Bienenvölker werden von den Bienenrettern betreut. Sie stehen in einer ruhigen Ecke des Gartens, umgeben von Robinien, Hasel- und Walnussbäumen, Obstgehölzen und Blumen.

P1070017  Für die Workshops stehen an anderer Stelle des Gartens zwei Ableger in ihren Zargen bereit…

P1070022  … in einem Bienenschaukasten können die fleißigen Insekten ganz in Ruhe bei der Arbeit beobachtet werden.

P1070046   Ein Kasten steht etwas abseits und sieht ganz anders aus. Es ist eine Hummelbehausung. Wir dürfen einen Blick in den Hummelkasten werfen.

P1070035   In dem Hummelbau ist Pappe, Polsterwolle und ein kleines Hummelnest zu sehen.

P1070028  Der Weg zu den „Workshop-Bienen“ birgt noch eine Überraschung. Die Bienenretter sind dabei am Wegesrand ein Insektenhotel zu etablieren.

In dieser schönen, interessanten Umgebung können Kindergartenkinder, Grundschüler und Schüler von weiterführenden Schulen jeweils altersgerechte Erfahrungen sammeln.

Wie organisieren die Bienen ihr Volk?
Warum sind die Bienen für unsere Welt so wichtig?
Was können wir von den Bienen lernen?
Wie sieht es in einem Bienenstock aus?
Wie entsteht der Honig?
Was ist der Unterschied zwischen Biene und Wespe?

Das sind nur einige der spannenden Themen an einem „Bienentag“ in Frankfurt. Zum Abschluß dürfen die Kinder und Jugendlichen leckere Brote mit dem Bienenretter-Honig genießen. Klassenausflüge zu den Bienenrettern erfreuen sich mittlerweile sehr großer Beliebtheit.

Die gute Arbeit die von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Vereins geleistet wird, hat sich schon herum gesprochen.

Die UNESCO zeichnete das FINE Projekt Bienenretter bereits 2012 als offizielles Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aus. Die Hessenschau, HR1, das Ausbildungsradio und die Mainzer Allgemeine Zeitung berichteten über die Frankfurter Bienenretter.

Bleibt zum Schluß noch die Frage: Wer kann Bienenretter werden?

Die Antwort: Jeder von uns.

Werde Bienenpate. Der Pate erhält pro Jahr ein 250 g Glas feinsten Honigs von seinen Patenbienen. Die Patenschaft ist auch ein schönes Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk.

Autorin: Ursula Philipp