Wirsingrouladen mit Grünkernfüllung

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Zutaten:

1 Zwiebel
1 Eßl. Olivenöl
40 g Grünkernschrot
250 ml Gemüsebrühe
40 g Walnusskerne
40 g geriebener Bergkäse
1 Ei
Thymian, Oregano, Salz, Pfeffer, Chilipulver
4 große Wirsingblätter

für die Soße:

1 Karotte
1 Lauchzwiebel
1 Teel. Olivenöl
1 gestr. Teel. Currypulver
250 ml Gemüsebrühe
50 ml Sahne
Salz, Pfeffer
1 Teel. Speisestärke

Zubereitung:

Die Zwiebel fein hacken, in dem Olivenöl glasig dünsten, den Grünkernschrot zufügen und bei mittlerer Hitze kurz andünsten. Mit der Gemüsebrühe aufgießen, kurz aufkochen und anschließend 25 – 30 Minuten bei schwacher Hitze quellen lassen. Bitte öfter umrühren damit die Masse nicht anbrennt. Nach der Quellzeit die Grünkernmasse abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Walnüsse hacken. Die Wirsingblätter in kochendem Salzwasser ca. 4 Minuten blanchieren, anschließend mit kaltem Wasser abschrecken, mit Küchenpapier trockentupfen und die dicke Mittelrippe rausschneiden.

Walnüsse, Grünkernmasse, Bergkäse, Ei und die Gewürze mischen und die Mischung auf die Wirsingblätter verteilen. Die Blätter aufrollen, dabei die Seiten einschlagen, die Rollen mit Küchengarn umwickeln und festbinden. Zur Seite stellen.

Für die Soße: Die Karotten in Würfel und die Lauchzwiebel in Ringe schneiden. In Olivenöl anbraten, mit Curry bestreuen und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Die Wirsingrouladen auf das Gemüse legen und alles zugedeckt für 30 Minuten köcheln lassen. Nach der Garzeit die Rouladen warm stellen, die Sahne angießen, mit Salz und Pfeffer würzen, aufkochen lassen. Speisestärke mit etwas Wasser anrühren und in die Soße einrühren, nochmal aufkochen, abschmecken.

Die Wirsingrouladen mit Basmatireis und einem grünen Salat servieren.

Kann man das eigentlich essen ?

Frau Renell hat uns den folgenden sehr interessanten Artikel geschickt.

Das Klettenlabkraut erfreut sich als Gartenunkraut nicht gerade großer Beliebtheit. Es rankt sich überall dazwischen; und wer im Hochsommer versucht, es aus Strauchrosen zu entfernen, sollte sich fragen, ob er/sie einen Hang zum Masochismus hat. Anschließend ist man ziemlich lange damit beschäftigt, die kugeligen kleinen Früchte aus Hosenbeinen, Socken und sonstigen Textilien zu pulen.

Die erste positive Bewertung erhielt ich vor Jahren durch einen spanischen Arbeitskollegen, der mir zeigte, wie man es als Halswickel bei Erkältungen einsetzt: Ein dickes Bündel vom fast reifen Kraut mit kochendem Wasser überbrühen, um den Hals wickeln und dann ein wollenes Tuch darum binden. Es hat gut geholfen.

Als ich gestern (6. Februar) ein Staudenbeet inspizierte, stieß ich auf jede Menge Klebkrautsämlinge. So stellte ich die Frage aus der Überschrift zuerst an eine Expertin und begab mich anschließend im Internet auf die Suche. Hier sind ein paar erstaunliche Ergebnisse:

Die Früchte werden geröstet in Irland immer noch als Kaffeeersatz verwendet. In England verwendet man das Kraut zur Aufzucht von Gänsen. Es wurde in vielen Ländern äußerlich bei rauen Hauterkrankungen eingesetzt, aber auch bei Krebs angewendet. Es soll gegen Steinleiden helfen.
Eine Anwendung möchte ich noch einfügen:
.. . eine Suppe aus Klettenlabkraut …,
um schlank zu bleiben
und eine Gewichtszunahme
zu verhindern …
(John Gerard – 1597),
ansonsten gehen Sie bitte selber in Kräuterbüchern und im Internet auf die Suche. Es gibt ganz viel zu berichten.

Wo sie das Klettenlabkraut (Galium aparine) in Ihrem Garten finden, brauchen sie vorläufig keine Stickstoffdünger zu geben. Das Kraut hat sehr viele volkstümliche Namen, auf die Sie zurückgreifen können, falls Sie Synonyme für das Wort „klettern“ suchen.

Ich war eben nochmal draußen, denn ich musste die jungen Pflänzchen doch wenigstens kosten, bevor ich den Artikel abschicke. Sie haben „Biss“ und erinnern im Geschmack entfernt an junge Erbsen. Durchaus angenehm und jetzt, wo der eigene Garten wenig Frisches liefert, eine willkommene Salatzutat. Auch in Verbindung mit Vogelmiere, Giersch, austreibenden Taglilien. Schauen sie genau hin, Sie werden in Ihrem Garten noch mehr grüne Naschereien finden.

Danke Frau Renell für die vielen guten Tipps und Anregungen.