Die Bienen und der Winter

P1060521   Bitte nicht stören! Die Winterruhe ist für die Bienen eine wichtige Voraussetzung, damit sie die eisigen Monate gut überstehen. Die kalte Jahreszeit ist für die fleißigen Insekten eine große Herausforderung. Sie müssen der Kälte trotzen und sie müssen mit den Honigvorräten im Stock haushalten.

Die Stärke jedes Volkes reduziert sich im Winter. Leben im Sommer ca. 60.000 Bienen in einem Volk, so sind es in den Wintermonaten nur 10.000 bis 30.000 Bienen. Die Winterbienen haben im Stock keine Arbeiten auszuführen. Sie leben ca. 7-8 Monate, im Gegensatz zu ihren Sommerkolleginnen deren Lebenserwartung nur ca. 4-6 Wochen beträgt.

Die Wintermonate beginnen bei den Bienen etwa im November. Nachdem im Oktober der jährliche Brutvorgang abgeschlossen ist, werden auch, mit dem sinken der Temperatur, die Flugtage weniger. Bei einer Außentemperatur von 12 Grad hören die Flüge völlig auf und ab ca. 10 Grad schließen sich die Bienen zur Wintertraube zusammen.

P1080457   Hier habe ich eine kleine Skizze angefertigt, damit ein ungefährer Eindruck entsteht wie die Wintertraube in der Beute sitzt.

In der Mitte der Traube sitzt die Königin, sie wird von ihrem Volk geschützt,  und gewärmt, denn sie muß überleben. In der Traube herrscht eine Temperatur von  25 – 30 Grad. Die äußeren Bienen erzeugen diese Wärme durch Muskelkontraktion. Der Außenbereich der Traube darf nicht unter 7 – 8 Grad absinken. Sind die Bienen länger solch niedrigen Temperaturen ausgesetzt sterben sie ab. Um dies zu vermeiden wechseln die Insekten ständig von innen nach außen.

P1080437  Bienenvölker überstehen auch sehr harte Winter. Sie verbrauchen jedoch bei sehr niedrigen Temperaturen viel mehr von ihrem Vorrat, denn das wärmen der Traube verbraucht viel Energie.

Um den Völkern jeden weiteren Streß zu ersparen ist es sehr wichtig, dass die Beute im Winter, nach den nötigen Varroabehandlungen, völlig in Ruhe gelassen wird.

Sobald die Außentemperatur über 6 – 10 Grad steigt lösen die Bienen ihre Traube auf und starten meist zu Reinigungsflügen, bei denen die Verdauungsrückstände ausgeschieden werden.

Das Brutgeschäft beginnt zwischen Januar und März, abhängig u.a. von Witterung, Gesundheitszustand und der Stärke des Volkes und vom Pollenvorrat.

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen und den frühen Blüten von Forsythsien, Winterlingen und Schneeglöckchen beginnt für das Bienenvolk der neue Jahreszyklus.

 
 
 
 

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