Ein Männlein steht im Walde….

P1080200  ….  bei dem bekannten und beliebten Kinderlied von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben wird meist der Fliegenpilz als Lösung des Liederrätsels angenommen. Die erste Strophe lautet:

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
es hat vor lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sag‘ wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein
mit dem purpurroten Mantelein.

Doch die zweite Strophe gibt Anlaß zu Verwirrung:

Das Männlein steht im Walde auf einem Bein
und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein,
Sag‘ wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein
mit dem kleinen schwarzen Käppelein?

Die dritte, gesprochene, Strophe hält die Auflösung bereit:

Das Männlein dort auf einem Bein
mit seinem roten Mäntelein
und seinem schwarzen Käppelein
kann nur die Hagebutte sein.

Die Früchte der Rosen, besonders der Hundsrose, werden als Hagebutten bezeichnet. Die roten Beeren zaubern in der dunklen Jahreszeit kleine Farbtupfer in die Landschaft und sind bei jedem Spaziergang schön anzuschauen.

In meiner Kindheit waren die getrockneten, haarigen Samenkerne als Juckpulverlieferant beliebt und gefürchtet. Die Härchen lösen bei Kontakt mit der Haut einen heftigen Juckreiz aus. Das die roten Früchte sehr gesund sind war mir damals nicht bewußt.

Hagebutten sind kleine Vitamin-Bomben. Sie gehören zu den Vitamin-C reichsten Früchten und lassen sogar die Zitrone weit hinter sich zurück.

Die Früchte können roh verzehrt werden. Je weicher sie sind um so leichter lösen sie sich vom Stiel. Durch leichten Druck auf die Frucht wird das Mark aus dem Stielloch gedrückt. Die Samenkörner verbleiben in der Frucht. So könnt ihr beim pflücken schon mal eine kleine Geschmacksprobe nehmen. Guten Appetit.

Wir haben die Früchte zu Marmelade und Mus verarbeitet.

Bei unserem nächsten Spaziergang sammele ich nochmal Hagebutten. Die trockne ich und kann im Winter jederzeit einen immunstärkenden Tee zubereiten.

Bitte beachtet: Laßt beim sammeln der gesunden Früchte unbedingt Vorsicht walten, sonst können die Dornen sehr unangenehm werden.

 

Tomaten schützen und stärken

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Tomaten sind für viele Gemüsenpflanzen willkommene Nachbarn. Alle Kohlarten, Bohnen, Zucchini, Karotten und Salat sind nur einige Pflanzen die sich in Gesellschaft der Nachtschattengewächse sehr wohlfühlen. Schädlinge wie Möhrenfliegen, Erdflöhe und Kohlfliegen werden vom Geruch des Krauts vertrieben.

Doch was schützt die Tomatenpflanzen vor Krankheiten und Schädlingen?

P1050823   Basilikum ist die Nachbarschaftspflanze von der gesagt wird:

„… es legt ein unsichtbares Schild um die Tomatenpflanzen“ (Hylton 1974)

Werden die beiden Pflanzen nebeneinander gepflanzt, kann Basilikum vor Blütenendfäule, Tomatenrostmilbe, Fliegen und Spinnmilbe schützen.

Basilikum wird auch als homöopathisches Mittel angewandt. Durch die Gemeinsamkeiten kann Basilikum -lat. Ocimum- als Konstitutionsmittel für Tomaten angewandt werden.

In diesem Jahr hinken unsere selbst gezogenen Tomaten in ihrer Entwicklung etwas hinterher. Wir waren im Februar in Skiurlaub und deshalb habe ich die Samen ca. 1 Monat später gesät als letztes Jahr. Zwischendurch konnte ich mich nochmal drei Wochen kaum um meine Zöglinge kümmern. Sie überlebten zwar, sind jedoch noch sehr klein.

Vor einigen Tagen habe ich die Pflänzchen umgetopft und eine Behandlung mit Ocimum canum C6 begonnen.

Hier meine bisherigen Erfahrungen:

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Einige der Pflänzchen sind noch sehr klein und haben auch eine ungesunde, sehr helle Bätterfarbe. Die „größeren“ Pflänzchen mußten gestützt werden, sie hatten keine Kraft.

Behandlung mit Ocimum canum C6:

3 Globuli Ocimum C6 in 2 Liter Wasser auflösen. Die Lösung habe ich am 14.05. und am 17.05. gegossen.

Ergebnis: Alle sind etwas gewachsen, das Blattgrün ist dunkler geworden und auch die größeren Tomatenpflanzen brauchen keine Stütze. Die Stängel sind bei allen Pflanzen kräftiger geworden.

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Nachdem die Eisheiligen vorbei waren haben wir die Tomatenzöglinge am 16.5. ins Freie befördert. Stefan muß im Garten noch geeigneten Raum schaffen, deshalb sind sie noch nicht ausgetopft.

Nachtrag: 18.08.2014:

Alle Tomatenpflanzen haben ihren Platz in unserem Garten und auf unserem Balkon gefunden. Die Pflanzen sind alle gesund und kräftig. Seit einigen Wochen genießen wir die aromatischen Früchte.

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Autor: Ursula Philipp