Buchsbaumzünsler 2017

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Seit 2013 werden unsere Buchsbäume vom Buchsbaumzünsler befallen. Die gefräßige Raupe wurde vor einigen Jahren aus Ostasien eingeschleppt, der erste Fund eines Buchbaumzünslers wurde in Deutschland 2010 nachgewiesen. Die Larven des Zünslers lagern einige der Buchsbaumgifte, insbesondere Triterpene (Alkaloide), ein. Damit werden die kleinen Raupen für Fressfeinde ungenießbar und evtl. auch giftig. So konnte sich der Buchsbaumzünsler in den letzten Jahren ungestört vermehren. Mittlerweile wurden jedoch Singvögel, besonders Meisen, beim Verfüttern großer Zünslerraupen an ihre Nachzucht beobachtet (Quelle: Wikipedia).

In diesem Jahr waren die Schäden, die ich in unserer Stadt beobachten konnte, noch dramatischer als in den vergangenen Jahren. Hatten sich bisher viele Buchsbaumhecken wieder erholt, so wurden dieses Jahr viele Hecken entfernt. Die Pflanzen waren meist völlig kahlgefressen.

Unsere Buchsbäumchen hatte ich in den letzten Jahren mit Pflanzenhomöopathie behandelt. Im ersten Jahr goß ich die Pflanzen mit einer Sulfur C200 Lösung ab. Damit, und mit dem absammeln der Raupen, hatte ich gute Erfolge. Bald wurde von Homeoplant ein Mittel spezielle gegen den Zünsler angeboten. Ab 2015 habe ich  das homöopathische Mittel Buchsbaumzünsler extra eingesetzt. In unserem Homöopathie-Tagebuch‎ habe ich seitdem beschrieben wie ich die Pflanzen behandelt habe. 

In diesem Jahr stellte ich einen geringen Befall unserer Buchsbäume fest. Im April fand ich die ersten Raupen, sammelte sie sofort von den Pflanzen ab und goß alle Buchsbäumchen mit Buchsbaumzünsler extra Lösung. Beim absammeln der Raupen unbedingt Einmalhandschuhe tragen.

In den vergangenen Jahren wurden die Buchsbäume im April/Mai und noch einmal im August von den gefräßigen Schädlingen befallen. In diesem Jahr hatten wir nur den Befall im April, danach waren die Pflanzen frei von den Zünslerlarven und konnten ungestört wachsen.

 

Scharrvergnügen

Frau Renell hat uns einen wunderbaren Bericht, mit einer tollen Idee zum Thema „Vogelfütterung“, geschickt.

zwei Meisen-IMG_0765_bearbeitet-1   Wir füttern im Winter Vögel – weil wir unsere Freude daran haben. Unser Schlafzimmerfenster geht bis zum Boden; die morgendliche Vogelbeobachtung, seit diesem Jahr sogar mit Strichliste, ist ein großes Vergnügen.

Ende November kam eine Woche lang eine kleine Schar Distelfinken. Nachdem sie die trockenen Samenstände der Korbblütler abgeerntet hatten, ließen sie sich nicht mehr blicken.

Rotkehlchen   Das Rotkehlchen besucht den Platz hin und wieder. Zaunkönigs brüten regelmäßig bei uns, doch an der Futterstelle war nur er einmal, als ich vor der Plätzchensaison die Keksdosen reinigte. Wie üblich war was vergessen worden, und die Mehlmotten hatten sich gut vermehrt. Ich staunte sehr, als sich auch unser Kater über die lebenden Würmchen hermachte. Wahrscheinlich der gleiche Genuss wie für uns die Krabben.

Anfangs hatten wir ein Futterhäuschen. Später tobte ich mich auf einem Tisch floristisch aus, mit einem variablen Angebot für die geflügelten Besucher. Da waren dann auch durch Reisig und Koniferen kleine Unterschlupfe gegen Schnee und Regen eingebettet. Aber der Holztisch litt, und das Futter matschte.

scharrende Grünfinken   Mittlerweile streue ich vor allem die Sonnenblumenkerne großflächig auf das Staudenbeet. Diese Pflanzen müssen mit der Wurzelkonkurrenz einer Kirschlorbeerhecke, einer Magnolie und eines Goldregens fertig werden. Und da helfen ihnen die Vögel. Der Boden wird durch das Picken wunderbar belüftet. Die kleinen weißen Hinterlassenschaften düngen mit kostenlosem „Guano“. Und der Schalenmulch, der recht lange zum Abbau braucht, bringt zusätzlich Luft in den Boden.

Danke, ihr großartigen kleinen Gartenhelfer!