Cimicifuga und die Blattläuse

Cimicifuga_th_P1040190  Cimicifuga….

aufblühender Blütenstand. Stefan hat die Staude auf der Internationalen Gartenschau in Hamburg entdeckt.

Die Silbertraubenkerze oder auch „schwarze Schlangenwurzel“ genannt stammt ursprünglich aus Nordamerika. Heute wächst die Pflanze auch in Europa an schattigen und feuchten Stellen.

In der Homöopathie wird Cimicifuga u.a. bei Wechseljahrsbeschwerden angewandt.

In der Pflanzenhomöopathie ist die Silbertraubenkerze das Mittel gegen Blattläuse bei Rosen. Auch bei Apfel und Birne, Kirsche und Mirabelle, Pflaume und Zwetschge, alles auch Rosengewächse kann Cimicifuga gegen die Läuse angewandt werden. Himbeeren. Erdbeeeren und viele andere Beerensorten zählen zu den Rosengewächsen und können mit Cimicifuga behandelt werden.

In unserem Garten dürfen auch Tiere leben die oft mit chemischen Mitteln bekämpft werden. Ameisen zählen zu diesen Tieren. Wir vermuten, dass die unterirdischen Gänge der Insekten den Boden lockern. Im Schlepptau der Ameisen sind die Blattläuse. Die beiden Tierarten leben in einer Symbiose. Die Ameisen schützen die Blattläuse vor Freßfeinden. Im Gegenzug „melken“ die Ameisen die Läuse. Der so genannte „Honigtau“, die Ausscheidung eines süßen Saftes, dient den Ameisen zur Ernährung.

Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen sind natürliche Feinde der Blattläuse. Auch für Meisen und andere Vögel stehen die kleinen Insekten auf dem Speiseplan. Aus diesem Grund sind in unserem Garten auch immer Blattläuse zu finden. Vermehren sich die Tiere jedoch zu rasant, ist es an der Zeit der Population Einhalt zu gebieten.

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Ein bewährtes Mittel um den Befall von Blumen und Nutzpflanzen in Grenzen zu halten ist ein Guß mit Brennesselsud.

Als homöopathisches Mittel gegen Blattläuse hat sich Cimicifuga bewährt.

In diesem Jahr habe ich Cimicifuga bei einigen unserer Rosen und bei der Balkon-Stangenbohne eingesetzt.

Schadbild:

13.06.2013
Zwei Beetrosenpflanzen waren mit weißen Blattläusen übersät. Unsere Stammrose hatte weniger Befall. Die drei Rosensträucher habe ich mit Cimicifuga C30 behandelt.

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Dosierung und Anwendung:

8 Globuli in 150 ml Wasser auflösen, gut umgerühren und jeweils 50 ml dieser Mischung in 10 l Wasser geben. Die Pflanzen mit der Lösung übergießen und auch den Wurzelbereich gießen. Die Anwendung an drei Tage ausführen.

Ergebnis:

Die Stammrose war nach dieser Zeit frei von Blattläusen. Bei den Beetrosen war der Befall nicht sichtbar zurückgegangen.

Weitere Behandlung der Beetrosen:

Ab 17.06. habe ich die Behandlung, wie oben beschrieben, bei den Beetrosen wiederholt.

Ergebnis:

Nach drei Tagen war der Befall sichtbar zurückgegangen. Die verbleibenden Blattläuse dürfen bleiben, damit für unsere Nützlinge gesorgt ist.

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Nachtrag am 29.08.2013:

Unsere Rosen zeigten über den ganzen Sommer keinen großen Blattlausbefall.

P1020078  Die Stammrose…

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… und die Beetrosen blühten, und blühen immer noch, fleißig und üppig.

Den genauen Verlauf der Behandlung habe ich im Homöopathie-Tagebuch ab 13.06.2013 dokumentiert.

Schadbild:

18.07.2013
Schwarze Blattläuse an unserer Balkon-Stangenbohne.

Dosierung und Anwendung:

3 Globuli Cimicifuga C30 in 5 l Wasser auflösen und die Mischung an zwei aufeinander folgenden Tagen damit gießen.

Die Anwendung wurde ab 20.07.2013 noch einmal wiederholt.

Ergebnis:

Es waren etwas weniger Blattläuse an der Bohne zu sehen.

Ab 28.07.2013 habe ich die Balkon-Bohne mit Staphisagria behandelt und einen sehr guten Erfolg verzeichnet.

Autor: Ursula Philipp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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