Gießen muss sein

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Gießen – im Sommer unerlässlich um Pflanzen vor Trockenschäden zu schützen. Der dafür erforderlichen Gießkanne ist ein Museum gewidmet und wo wäre das besser aufgehoben als in….

… Gießen – der Landesgartenschaustadt im Jahr 2014.

Wir freuen uns zu diesem Thema den folgenden Gastbeitrag von Frau Eveline Renell veröffentlichen zu dürfen.

Gießen muss sein,

das wissen wir als Gärtner nur zu gut. Und weil wir dabei nicht ohne Gießkanne auskommen, wurde dieser Satz auch zum Motto des „Ersten interaktiven Gießkannenmuseums der Welt“ gekürt. Es öffnete 2011 seine Tore. Ein Gießener Bürger lieferte die Idee, ein Künstlerteam setzt sie dauerhaft um. Das alles unter reger Anteilnahme der Bevölkerung. Denn bei den Sammelobjekten geht es weniger um eine „Kulturgeschichte der Gießkanne mit Belegexemplaren“ als um die Geschichten hinter den Kannen. Gesammelt wird nicht von Experten, sondern von den Bürgern der Stadt Gießen und vielen auswärtigen Besuchern. Einige von ihnen haben bereits den Ehrgeiz entwickelt, auf jeder Auslandsreise ein besonderes Exemplar aufzuspüren und dem Museum zu vermachen.

Während des Besuches einiger Frankfurter Staudenfreunde übergab eine andere Gruppe 2 Schneiderkannenhälften (und eröffnete damit die Kategorie „Bepflanzte Kannen“) sowie ein weiteres Stück, das aus einem Fässchen einer bekannten regionalen Brauerei gefertigt war. Sie tragen die Nummern 510 und 511. Es wird also eifrig gesammelt. Vielleicht können auch Sie mit Ihrer alten Kanne und einer besonderen Geschichte den Museumsbestand vergrößern.

Nicht nur zur Landesgartenschau in Gießen (26. 4. – 5. 10. 2014) ist das Museum einen Besuch wert. Öffnungszeiten Dienstag und Donnerstag von 15.00 – 19.00 Uhr in der „Galerie Neustädter Tor“, Nordanlage. Online gucken dürfen Sie bei www.gießkannenmuseum.de.

Nachtrag zu den Öffnungszeiten:
Bitte beachten Sie: Während der Landesgartenschau vom 26.4.2014 bis zum 5.10.2014 gelten geänderte Öffnungszeiten! Das Museum ist dann immer Mittwoch bis Samstag, jeweils von 15:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.

Übrigens habe ich im Gießkannenmuseum „Erika“ adoptiert. Bei mir war es Liebe auf den ersten Blick. Nun hat die 70 Jahre alte Dame, nachdem sie schon sterbenskrank war, aber im Museum liebevoll betreut und aufgepäppelt wurde, bei uns ein neues Zuhause gefunden. „Erika“ gehört zur Art Schlumbergera truncata und hat die Maße 105 / 320 / 55cm. Ihre nähere Bekanntschaft machen Sie unter www.botanoadopt.org. Botanoadopt wuchs gemeinsam mit der Idee des urbanen Imkerns. Seit 2008 gibt es auf dem Dach des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt/Main etliche Bienenstände. Bienenhaltung betreiben seit 2012 auch Bewohner der Gießener Nordstadt in ihren urbanen Gärten, und der Honig kann im Gießkannenmuseum gekauft werden.

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