Silicea, der Bergkristall

P1080295   In der Pflanzenhomöopathie ist Silicea ein hervorragendes Kräftigungsmittel. Bei folgenden Schäden habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht:

  • Schock durch Umtopfen oder Umpflanzen
  • Minder- oder Zwergwuchs einer Pflanze
  • witterungsbedingten Schäden durch Kälte, Nässe oder zu großer Hitze
  • Vernachlässigung von Pflanzen

Als Stärkungsmittel habe ich Silicea schon oft eingesetzt. Nachdem ich unsere schwer geschädigte Aloe Vera Pflanze im Juni 2014 mit dem Notfallmittel Carbo vegetabilis (Holzkohle) gerettet hatte wurde die Pflanze von mir 14-tägig mit Silicea-Gießwasser behandelt.

P1060369  Die Aloe Vera vor der Behandlung…

P1080420 …und heute.

Der Aloe Vera Pflanze geht es mittlerweile sehr gut. Sie hat schon drei neue Blätter ausgetrieben.

Unsere Zimmerpflanzen werde ich im Januar und Februar 2015 14-tägig mit einer Silicea-Lösung gießen, damit das Zellgewebe der Pflanzen gekräftigt wird. Ich werde berichten wie sich die einzelnen Pflanzen entwickeln.

Der Bergkristall wurde schon im alten Ägypten als Heilmittel erwähnt. Hildegard von Bingen empfahl den Heilstein bei Magen-, Herz- und Darmbeschwerden, bei Bauchschmerzen und wenn die Augen sich verdunkeln. Sie setzte den Stein ebenfalls ein „wenn Drüsen und Skrofeln am Hals entstehen oder eine Erhebung in der Kehle wächst“

In der Homöopathie wird Silicea (Kieselerde) u.a. bei Hautproblemen oder zu langsam heilenden Wunden angewandt. Auch bei Ohren- oder Mandelentzündungen, Verdauungsproblemen oder wiederkehrenden Erkältungen kann vom Heilpraktiker eine Behandlung mit Kieselerde empfohlen werden.

Aus chemischer Sicht ist der Bergkristall eine Verbindung zwischen Silizium und Sauerstoff (Siliziumdioxyd). Organisch kommt Silizium in Kieselerde vor und wird Kieselgur genannt.

In der Antike wurde der Edelstein für versteinertes Eis gehalten, das nicht zu schmelzen ist. Die Römern glaubten in dem Stein befinde sich der Sitz der Götter. Er sollte Weisheit, Mut und Treue in der Liebe verleihen. Bei den Indianern wurde der Stein in die Wiege der Neugeborenen gelegt und im Buddhismus wird der Bergkristall in Meditationen verwendet.

Um den Bergkristall ranken sich viele Mythen und Sagen. Adalbert Stifter beschreibt in seiner berührenden Erzählung „Bergkrystall“ die Geschichte von zwei Kindern die sich am heiligen Abend im Hochgebirge verirren. Sie verbringen die Nacht in einer Höhle und werden am nächsten Tag, von Bewohnern zweier Dörfer die diesseits und jenseits des Berges liegen, gerettet. Die Geschichte erzählt von den Naturgewalten, von der Schönheit der Berge, von Menschen die sich fremd sind und durch eine Gefahr nahe zusammenrücken. Die Erzählung wurde von Joseph Vilsmaier, sehr frei interpretiert, im Jahr 2004 verfilmt.

Ob in Sagen und Mythen, in der Geschichte oder der Homöopathie, der Bergkristall ist ein faszinierender und sehr vielseitiger Edelstein.

 

 

 

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