Die Bienen und das Zika-Virus

P1060250  Vor einigen Wochen habe ich in dem Bericht „Die Bienen und Neonikotinoide“ über Glyphosat und Thiacloprid berichtet. Die beiden Wirkstoffe zählen zur Gruppe der Neonikotinoide, das sind syntheitsch hergestellte, hochwirksame Insektizide. Die Wirkung auf Bienen, Hummeln und viele andere Nützlinge ist weltweit umstritten.

Diese Woche habe ich einen alarmierenden Artikel in Spiegel-online gelesen. In Amerika sind offenbar Millionen von Bienen verendet. Nachdem in South-Carolina vier Zika-Infektionsfälle aufgetreten sind wurde das Insektizid Naled versprüht. Das Insektengift vernichtet die Stechmücken die das Zika-Virus übertragen. Dieses Mittel wird in Amerika seit 1959 zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. In der EU ist es, wegen seiner Gesundheits- und Umweltrisiken, seit 2012 verboten.

Zum Thema „Zika-Virus“ habe ich einige kurze Informationen zusammengetragen:

Wie ist der Krankheitsverlauf bei einer Zikainfektion? Bekannt sind Hautausschläge, Fieber, Gelenkschmerzen und selten auch Kopfschmerzen oder Erbrechen. Nach spätestens einer Woche sind die Symptome meist wieder abgeklungen. Es gibt bisher keine gesicherten Todesfälle.

Für wen ist eine Zikainfektion gefährlich? Seit 2015 besteht der dringende Verdacht, dass in der Schwangerschaft eine Schädigung des Kindes möglich ist.

Die Schwierigkeit ist, wie so oft, Menschenwohl und Tierwohl beim Einsatz der Mittel zu berücksichtigen.