Erdbeeren…

P1010870

…da werden Kindheitserinnerungen wach. In den Garten gehen und mit Mama die süßen, roten Früchte ernten. Manche der empfindlichen Beeren hielt damals meinen kleinen Händen nicht stand und wurde zu Erdbeermatsch. Doch es waren immer genug übrig um ein Erdbeerbrot zu belegen. Ein kräftiges Mischbrot vom Bäcker um die Ecke wurde mit Butter bestrichen, mit Erdbeerhälften belegt und mit Zucker bestreut. Was für ein wunderbares Essen.

War die Ernte reichlich, dann gab es zum Nachtisch gezuckerte Erdbeeren. Die Früchte wurden halbiert, mit Zucker bestreut und einige Zeit durchziehen lassen. Für mich war das immer ein Festessen und der ausgetretene Saft war noch das Tüpfelchen auf dem i.

Dieses Jahr hat es lange gedauert bis die ersten heimischen Erdbeeren angeboten wurden. Am vergangenen Wochenende wurde das Erdbeerfeld bei uns in der Nähe geöffnet.  Das kalte und feuchte Wetter hat Geduld gefordert.

In den Supermärkten werden schon seit langem Erdbeeren angeboten. Sie sehen wie gemalt aus und die Versuchung ist bei mir groß ein Schälchen in den Einkaufwagen zu stellen. Doch die Erfahrung hat mich gelehrt lieber auf die heimische Ernte zu warten. Jedesmal, wenn ich in früheren Jahren schwach wurde, war ich enttäuscht. Den typischen, süßen, fruchtigen Erdbeergeschmack habe ich immer vergebens gesucht.

Auch bei uns im Garten sind die ersten Früchtchen jetzt rot und dank meiner Schneckensammelaktionen auch noch unversehrt. Wir düngen unsere Erdbeeren nur mit Kompost, sie sind dadurch sofort von der Pflanze eßbar.

Es ist eine Freude beim Rundgang durch den Garten mal hier und mal da eine Erdbeere zu pflücken und direkt, sonnenwarm, zu genießen.

P1010868

Wir haben ausläufertreibende Erdbeeren, deren Name ist uns nicht bekannt. Sie kamen als Zupflanzung beim Kauf unseres Birnbäumchens in unseren Garten und erfreuen uns nun schon einige Jahre mit ihren aromatischen Früchten.

Aus meiner Kindheit ist mir die Erdbeersorte „Senga“ noch ein Begriff, die wuchsen schon im Garten meiner Eltern. Mittlerweile werden sehr viele verschiedene Sorten angeboten von extra großen Früchten, über weißen Monatserdbeeren, bis zu Walderdbeeren die auch als Bodendecker ideal sind, die Auswahl ist groß.

Die Wahl von Erdbeerpflanzen hängt vom Boden, von der Region und von den eigenen Geschmacksvorlieben ab. Eine gute Beratung in einem Gartenfachgeschäft erspart oft Enttäuschungen. Eine schöne Auswahl an Erdbeersorten bietet auch der Bioversand Jeebel, mein Favorit für Biopflanzen im Internet, an.

Unsere Pflänzchen sind so wüchsig, dass wir bisher damit vollkommen zufrieden sind, wir naschen mal hier und mal da ein rotes Früchtchen. Möchten wir größere Mengen Erdbeeren verarbeiten, für Kuchen, Nachtisch oder für Marmelade dann pflücken wir sie auf dem Erdbeerfeld, da ist naschen inclusive und so macht das sammeln doppelt Spaß.