Pionier der Pflanzenhomöopathie

Warum sollen homöopathische Mittel die bei Menschen und Tieren verwendet werden nicht auch bei Pflanzen ihre Anwendung finden?

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Diese Frage stellte sich wohl auch der Homöopath Vaikunthanath Das Kaviraj. In Holland geboren, lebte er über 10 Jahre in Indien und war in einer Landpraxis homöopathisch tätig. Bei einem Besuch in der Schweiz behandelte er Menschen und Tiere mit homöopathischen Mitteln. Als in der Apfelplantage seiner Gastgeber ein Rostpilz auftrat wurde er um Rat gefragt. Die Äpfel zeigten dunkelrote Ringe auf der Schale und hatten einen erhöhten Wasserbedarf. Kurzerhand probierte Herr Kaviraj Belladonna als Mittel der Wahl aus. Zur Überraschung aller verschwand der Rostpilz, auch sollen die Äpfel im kommenden Jahr schmackhafter gewesen sein.

Nach dieser positiven Erfahrung wagte sich Vaikunthanath Das Kaviraj auf Neuland und forschte 12 Jahre, meist in Europa und in Australien, wie homöopathische Mittel bei Pflanzenkrankheiten und Schädlingen eingesetzt werden können und wie sie wirken. Er nutzte die gängigen Mittel wie Arnica als Notfallmittel, Belladonna Calendula bei Verletzungen durch Umtopfen und Silicea bei kümmerlichem Wuchs. Daneben setzte er auch seltene homöopathisch Mittel ein, z.B.  Hyssopus bei Brandkrankheiten, Mentha bei Schädlingen auf Kohlgewächsen und Ocimum bei Tomatenerkrankungen. Im Laufe seiner Forschungen erarbeitete er eine besondere  Methode der Mittelherstellung. Diese Methode gab er bei einem Deutschlandaufenthalt den zuständigen Mitarbeitern bei Homeoplant weiter.

In Australien, wo er praktizierte, wurde seine Methode ein großer Erfolg.

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Seine Erfahrungen stellt er in seinem Buch Homöopathie für Garten und Landwirtschaft der Allgemeinheit zur Verfügung. Es ist ein sehr umfangreiches Buch. Bodenstruktur,  Nährstoff-Ungleichgewicht, Pflanzenschädlinge und Pflanzenkrankheiten, Verletzungen und Mittel gegen Beikräuter diese Themen sind sehr gut und ausführlich beschrieben. Wer die nötige Aufmerksamkeit und Geduld aufbringt, der hat hier ein Buch das Tipps und Hilfestellung bereithält. Hier sind die Krankheiten und die homöopathischen Mittel beschrieben die zur Behandlung in Frage kommen. Die Entscheidung liegt beim Leser, was ist richtig für meine Pflanze.

Trotz der umfangreichen Forschungen sagt Vaikunthanath Das Kaviraj: „Ohne Zweifel habe ich bisher nur an der Oberfläche gekratzt“. Die weiteren Erfahrungen werden andere machen, denn Kaviraj verstarb am 02. März 2013 im Alter von 66 Jahren in Frankreich.

Es ist für mich eine Freude mit dem Buch „Homöopathie für Garten und Landwirtschaft“ zu arbeiten, homöopathische Mittel anzuwenden und auch die eigene Intuition einfließen zu lassen.

Danke, Vaikunthanath Das Kaviraj, für die Idee, für die umfangreichen Versuche und für die Dokumentation der Erfahrungen über Pflanzenhomöopathie.

 

Pflanzenhomöopathie

Homöopathie

Der Beginn:

Beim ansaen unserer Tomaten- und Pepperonipflänzchen war ich noch nicht im Besitz des Buches Homöopathie für Pflanzen: Ein praktischer Leitfaden für Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen./ Christiane Maute. Als ich es mir zulegte waren die Sämlinge schon kräftig gewachsen und wollten in größere Töpfchen gesetzt werden.

In einigen Ansaattöpfchen waren Geschwister-Tomaten aufgelaufen, die mussten jetzt getrennt werden und dabei litten einige doch sehr.
Bei manchen Pflänzchen war nur noch ein kleines Würzelchen dran. Da war die Chance zum überleben sehr gering.
Doch jetzt hatte ich das Buch schon gelesen und beschloss mein „Projekt Homöopathie“ zu starten.

Ins Angießwasser kamen Arnica C200 Globuli. Ich löste 2 Globuli in 100 ml Wasser auf und gab die Lösung in mein Gießwasser. Die Gießkanne fasst ca. 2 l.
Bei der Dosierung werde ich experimentieren und auch mal mein „Bauchgefühl“ zu rate ziehen.

Alle Pflänzchen haben die Umtopfaktion gut überstanden und wachsen munter weiter.

Tomaten und Bohnen
15.04.2013
Im letzten Jahr hatten wir bei der Biogärtnerei Appel in Pfungstadt eine Tomatenpflanze gekauft. Von diesen Tomaten habe ich Kerne getrocknet und die sind bei meinem Pflanzenkindergarten dabei.

Diese Sämlingen, es sind 8 Stück, habe ich in 2 Gruppen eingeteilt.
4 Pflanzen sind die Gruppe A und die bekommen ab heute Arnica C30 ins Gießwasser, die 4 Pflanzen der Vergleichsgruppe B bekommen einfach Wasser.
Ich werde 1 Globuli Arnica C30 in 1 Liter Wasser auflösen und damit die Gruppe A gießen.
Ich habe mir eine extra Gießkanne für Homöopathiemischungen bereitgestellt, damit nichts durcheinander kommt.

Bohnen
Bei den Bohnen habe ich ein Pflanze A und eine Pflanze B. Beide sind gleich groß und kräftig.
Pflanze A bekommt Arnica C30 Gießwasser, in der Mischung wie die Tomaten und Pflanze B bekommt Wasser.

24.03.2013
Bei den Tomaten kann ich bisher keinen Unterschied feststellen. Ich hatte bei beiden Gruppen größere und kleinere Pflänzchen ausgewählt.
Alle wachsen munter weiter, doch in keiner der beiden Gruppe kann ich Besonderheiten feststellen.
Tomaten wenig Unterschied

Bei den Bohnen gibt es einen großen Unterschied. Die Bohne die ich mit der Arnica C30 Mischung gegossen habe ist etwas kleiner vom Wuchs jedoch sehr stabil und kräftig und sie hat viel größere Blätter als die Vergleichspflanze. Die Blätter sind sattgrün.
Die Bohne B, nur mit Wasser gegossen, ist etwas größer, neigt sich sehr zum Licht und hat kleinere Blätter die in der Farbe heller sind.Bohnen großer Unterschied