Homöopathie bei Zimmerpflanzen 2017

Unsere Zimmerpflanzen behandele ich seit einiger Zeit mit homöopathischen Mitteln. Im letzten Jahr habe ich in dem Bericht „Homöopathie für Zimmerpflanzen 2016“ über meine Behandlungen geschrieben. Seitdem ist ein Jahr vergangen und heute berichte ich wie es den Pflanzen in der Zwischenzeit ergangen ist.

Eine liebe Freundin hatte mir zwei Aloe Vera Pflanzen geschenkt. Eine dieser Pflanzen war, nach einem Standortwechsel, ein ganz besonderer Pflegefall. 

P1060369      Die Blätter wurden gelb und ich mußte sie abstützen, damit sie nicht völlig abknickten. Als Notfallmittel behandelte ich die Aloe Vera Pflanze mit Carbo vegetabilis.

 P1110048  Sie bekam einen neuen Standort und nach einiger Zeit hatte sich unser Sorgenkind gut erholt. Um die Aloe Vera weiter zu stärken behandelte ich mit Silicea. Daraufhin wuchs die Pflanze prächtig.

In diesem Jahr wuchsen beide Aloe Vera Pflanzen kräftig und bildeten Ableger.

  Stefan topfte die Kindel aus, damit sie sich gut entfalten können. Zum angießen nahm ich 1 Globuli Arnica C 30 in 500 ml Wasser aufgelöst.

  Die beiden Kindel fühlen sich wohl und haben schon einige neue Blätter ausgetrieben. 

  Unser Sorgenkind ist zu einer großen und sehr kräftigen Aloe Vera Pflanze geworden die mir sehr viel Freude macht.

P1040448  Ein zweites Sorgenkind war die Sanseveria, die ich als Ableger von Stefan’s Mutter bekommen habe. Die Bewurzelung war sehr schwach und ich behandelte sie sofort mit Calendula C 30, die genaue Behandlung ist in dem Bericht „Calendula zur Pflanzenstärkung“ nachzulesen.

  Aus dem Ableger ist eine schöne, kräftige Sanseveria geworden.

Den Weihnachtskaktus habe ich verschenkt, deshalb gibt es keine Bilder mehr von der Pflanze.

P1110010  Unser letzter Pflegefall ist der Farn den wir aus unserem Norwegenurlaub mitbrachten. Er hatte die Reise gut überstanden, doch hier angekommen schwächelte er. Die Blätter wurden welk und ich mußte viele davon abschneiden. Zwischenzeitlich erholte er sich gut und meine Idee Calcium carbonicum D6 Globuli als Langzeitdünger einzusetzen bewährte sich. Der Farn trieb neu aus. Aus mir nicht ersichtlichen Gründen wurden wieder alle Blätter gelb, ich mußte sie abschneiden. Anschließend stellte ich den Topf, in dem sich nur noch der Wurzelballen befand, ans Fenster in unseren Vorratsraum. Dieses Mal legte ich 3 Globuli Arnica C30 auf die Blumenerde und goss einmal im Monat. Meine Freude war groß als sich ersten grünen Blättchen zeigen.

  Es dauerte sehr lange, aber jetzt gibt es wieder einige Blätter. Ich werde den Farn weiter mit homöopathischen Mitteln behandeln und weiter über dieses letzte Sorgenkind berichten. 

Die Pflanzenhomöopathie hat sich bei der Behandlung unserer Zimmerpflanzen sehr gut bewährt.  Silicea und Arnica sind für mich als Notfall, bzw. Aufbaumittel nicht mehr wegzudenken.

Calendula – zur Pflanzenstärkung

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Calendula officinalis, die Ringelblume, erfreut uns im Sommer mit ihren orangefarbenen Blüten. Ein Pflanze die in keinem Bauerngarten fehlen darf.

Schon zur Zeit von Hildegard von Bingen war die schöne Blume als Heilpfanze bekannt und wird heute in vielfältiger Weise genutzt. In unserem Artikel „Ringelblumen – ein heimlicher Star in unserem Garten“ haben wir einige Anwendungsarten aufgeschrieben.

Heute möchte ich die Verwendung von Calendula in der Pflanzenhomöopathie beschreiben.

Das Mittel wird in der Homöopathie mit sehr gutem Erfolg zur Wundheilung eingesetzt.

Es liegt deshalb nahe das Mittel in der Pflanzenwelt beim Umtopfen und bei Riss- und Schnittverletzungen anzuwenden.

Die Pflanze aus der Familie der Korbblütler wirkt antiseptisch und gibt verletzten Pflanzen ihre Lebenskraft zurück. Bei Verletzungen, z.B. durch Umtopfen, verhindert Calendula den Eintritt von Krankheitserregern.

Hier noch ein interessanter Auszug aus dem Buch „Homöopathie für Garten und Landwirtschaft“:

„Calendula enthält viel Stickstoff und Phosphorsäure, was vielleicht die große Heilkraft der Pflanze erklärt. Beide Substanzen können starke Vereiterungen hervorrufen, sie aber auch heilen. Stickstoff fördert bei Pflanzen die Gewebsbildung, während Phosphor den Stoffwechsel unterstützt, der bei Verletzungen angekurbelt werden muss. Wenn man Stecklinge nimmt, sollte man die Schnittstelle immer in eine Calendula-Lösung tauchen, um den Heilungsprozess und das Wurzelwachstum zu fördern.“

Anwendung:

Von meiner Schwiegermutter bekam ich einen Ableger ihrer schönen Sansevierie geschenkt.

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An dem Rhizom das Stefan abtrennte befanden sich zwei hochgewachsene Blätter und ein kleiner Austrieb. Es waren jedoch wenige Wurzeln an dem Rhizom. Hier ist die Gefahr, dass die Pflanze nicht optimal versorgt werden kann und die großen Blätter absterben. Mit Calendula C30 möchte ich der Pflanze helfen die Umpflanzaktion gut zu verkraften.

Dosierung:

1. bis 3. Tag: täglich 1 Globuli Calendula C30 in 250 ml Wasser auflösen und die Lösung gießen.

Ergebnis:

Nach den 3 Tagen mit den Calendula-Gaben sieht die Pflanze sehr gut aus, die beiden großen Blätter sind gut versorgt, ein drittes Blatt ist zu sehen. Der kleine Austrieb ist auch etwas gewachsen, das erste kleine Blatt treibt aus.

P1040463Der Austrieb am 24.01.14

P1040812_WZ Anfang März ist aus dem kleinen Austrieb ein schönes, gesundes Blatt geworden.

Autor: Ursula Philipp