Auf der Insel Mainau

Pfau

Unsere Tour zur Insel Mainau begann an einem verregneten Morgen im Mai. Die Hoffnung auf Wetterbesserung zog uns Richtung Süden.
Ich, Stefan, war schon öfter auf der Mainau und wollte Uschi, die noch nie da war, die Blumeninsel zeigen.
Mit jedem Kilometer wurde das Wetter allmählich besser und am Mainau-Parkplatz angekommen schien die Sonne. Es war angenehm warm.
Voller Vorfreude absolvierten wir den kleinen Fußmarsch vom Parkplatz bis zum Eingang. Mit Blick auf die Eintrittspreise (Erwachsene € 17,50) wurde unsere Vorfreude etwas gedämpft. Glücklicherweise wurden wir von einer freundlichen Dame angesprochen ob wir nicht Numero 9 und 10 sein wollten um eine Gruppenkarte zu kaufen. Freudig schlossen wir uns der Gruppe für 5 Minuten an. Alle waren gespannt auf die Insel und erfreut über den Gruppenpreis von € 13,90 pro Person.

Über den eisernen Steg, mit weitem Blick über den Bodensee von Meersburg bis zum Pfänder, oberhalb von Bregenz, gelangten wir auf die Insel.
Hier angekommen hielten wir uns links und gingen durch eine Allee von eindrucksvollen Urwelt-Mammutbäumen, diese werden auch chinesisches Rotholz genannt.

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Weiter ging es an einem abwechslungsreich bepflanzten künstlichen Bachlauf entlang zu einem freieren Platz mit Pergola, diese war bepflanzt mit Glyzinien. Interessant fanden wir eine Glyzinie mit Rankhilfe im Topf.

Glyzinie

Am Ende des Platzes befindet sich das Schmetterlingshaus. Zusammen mit vielen anderen Besuchern tauchten wir in die tropische Atmosphäre ein. Wir waren von Formen und Farben der Schmetterlinge fasziniert.

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Auf dem Weg nach draußen ging’s vorbei an den unvermeidlichen merchandising Artikeln für die Lieben daheim.

Von nun an ging’s bergauf.

Vorbei an altem Baumbestand gelangten wir zu dem Arboretum der Insel Mainau, einem Landschaftspark mit außergewöhnlichen Baumgestalten. Laub- und Nadelgehölzen mit beeindruckenden Formen und Größen. Atlaszeder, Eichen, Taschentuchbaum, Platane, Tulpenbaum und bis zu 50 m hohe Mammutbäume die man auf Holzstegen umrunden kann.

XX mammutbaum

Vom Park führte uns der Weg zum Schloss der Insel. Ausgedehnte Rasenflächen mit Blumenrabatten umgeben das Bauwerk.

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Der Bereich des Schlosscafes ist für Besucher zugänglich. Bei Ausstellungen und Veranstaltungen sind auch andere Räume des Schlosses geöffnet. Das Palmenhaus schließt sich dem Schlosscafe an und kann auch besucht werden.

Wir schlenderten weiter und gelangten zur Terrasse des Schlosses. Hier hatten wir einen wunderschönen Blick auf den Bodensee und die gegenüberliegende Seeseite mit Meersburg.
Eine fröhliche Familie aus der Schweiz bat Uschi ob sie nicht ein Mainau-Familienbild von ihnen schießen könnte. Gesagt, getan…

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… natürlich wurden auch wir gerne von ihnen fotografiert

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Von der Terrasse hatten wir einen schönen Blick auf den Rosengarten, der bestimmt im Rosenmonat Juni prächtig ausschauen wird.

Wer bergauf geht, muss auch wieder bergab.

Wir gelangten in Serpentinen, vorbei an mannshohen Rhododendrenhecken und Azaleengebüschen zum Bootsanleger der Insel. Bänke laden zum ausruhen ein. Auch hier sind einige ausdrucksstarke Bäume zu bewundern – wie diese Linde.

Linde

Nach einer Rast an diesem schönen Ort ging’s für uns weiter. Vorbei an üppigen Rabatten mit Frühlingsblühern wie

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P1010241  Kaiserkronen P1010246 Stiefmütterchen

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zur Straße der Wild- und Strauchrosen, die im Juni bestimmt einen prächtigen Eindruck vermitteln. Vorbei an interessanten und abwechslungsreichen Staudenbeeten ging es Richtung Ausgang.

Wir waren gesättigt von Formen, Farben und Düften.

Auch für das leibliche Wohl sind viele Angebote vorhanden. Rustikaler Biergarten, Würstle Grill und Schlosscafe – für jeden Geschmack ist gesorgt.

Für die kleinen Besucher des Parks sind großzügige Spielplätze, von der Wasserwelt bis zum Zwergendorf, vorhanden. Ein Streichelzoo, Ponyreiten und Blumentiere machen das Abenteuer perfekt.

Wir waren am Ausgang angekommen, da schnappte für uns die Merchandising“falle“ zu. Wir konnten nicht widerstehen und erstanden, beim bezahlen unserer Parkgebühr, einen weißblühenden Islandmohn. Wir haben es nicht bereut.

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Uschi: Wir haben einen sehr schönen und abwechslungsreichen Tag auf der Insel Mainau verlebt. Das Preis- Leistungsverhältnis ist sehr angemessen. Für mich hat sich unser kurzer „Verschnaufer“ beim Eintrittspreis relativiert. Auch das Warenangebot hat immer einen deutlichen Bezug zur Insel Mainau und passt.

Unser Fazit: Die Blumeninsel Mainau hat viel zu bieten und ist zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert.

 

 

 

Die Geächtete – die Brennnessel

Brennessel_1

Sie wird im Garten mit Hacke, Spaten und oft auch mit Chemie bekämpft. Meist ist der Kampf erfolglos, da die Brennnessel ein großes Wurzelgeflecht hat.

Wir nutzen die Brennnessel. Die jungen Blätter verwenden wir, fein geschnitten, als Würzkraut im Salat.

In diesem Frühling stand zum ersten Mal Brennnesselgemüse (s.Rezept) auf unserem Speiseplan. Es schmeckt uns sehr gut und wir werden es bestimmt jetzt öfter genießen.

Sammeln Brennessel2

Brennnesseltee zum entgiften und entschlacken des Körpers wird gern bei Frühjahrskuren verwendet.

Die Pflanze wird von alters her als Heilpflanze genutzt und soll Leber, Galle und die Verdauung positiv beeinflussen.

Auch in unserem Garten haben wir Verwendung für das „ungeliebte“ Kraut. Wir stellen Brennnesselbrühe und Brennnesseljauche her. Damit gießen wir unsere Pflanzen.

Brennnesselbrühe zur Pflanzenstärkung
Brennnesseljauche zur Düngung

Brennesselbrühe_kb

Die gesammelten Brennnesseln werden grob zerkleinert, in einen 10 l Eimer gegeben und mit kaltem Wasser übergossen. Alle Pflanzenteile sollten gut bedeckt sein.

Beim zerkleinern der Brennnessel unbedingt Handschuhe tragen.

Das Brennnessel-Wassergemisch ca. 1 Wochen im Freien stehen lassen und jeden Tag einmal umrühren.
Nach Ablauf dieser Zeit die entstandene Brühe durch ein Sieb laufen lassen, 1:5 mit Wasser verdünnen und die Pflanzen damit gießen.

Unsere Brühe stand 3 Wochen im Eimer und ist in dieser Zeit zu Brennnesseljauche vergoren. Zu unserer Überraschung hielt sich die Geruchsbelästigung in Grenzen. Nur beim umrühren roch es nach Jauche.
Auch hier nach der Gärzeit das Gemisch durch ein Sieb geben und 1:5 mit Wasser verdünnen.

Wir werden im Gärtnertagebuch berichten, ob bei der Ausbringung im Garten eine starke Geruchsbelästigung entsteht.

Gießen mit dem Brennnesselsud, 1:5 verdünnt, stärkt die Pflanzen und beeinflusst das Wachstum positiv.

Unser Garten ist zu klein für eine Brennnesselecke, deshalb holen wir sie vom Waldrand oder vom Bachlauf, möglichst weit weg von Straßen. Bitte immer nur abschneiden, nicht ausreißen und unbedingt Lederhandschuhe anziehen, denn wohl jeder hat schon mal Bekanntschaft mit dem Nesselgift gemacht.

Wusstet Ihr: Für Schmetterlinge ist die Brennnessel eine ungemein wichtige Pflanze. Zwei unserer schönsten Schmetterlinge, der Admiral und der Kleine Fuchs, sind von ihr als Futterpflanze abhängig und auch vielen anderen schönen Schmetterlingsarten dient die Brennnessel als Futterpflanze.

Uschi am 28.04.2013
Auf unserem Kräuterhügel hat Stefan eine kleine Brennnesselpflanze gesichtet. Er hat sie ausgepflanzt und getopft.
Unsere Idee: Wir wollen die Pflanze nutzen, aber lokal begrenzt halten und das geht am besten im Topf.