Homöopathie für Zimmerpflanzen

P1110042  Seit ich die Homöopathie für unsere Pflanzen entdeckt habe werden natürlich auch unsere Zimmerpflanzen mit homöopathischen Mitteln behandelt und gestärkt.

Zur Stärkung gebe ich einmal im Monat ein homöopathisches Mittel ins Gießwasser. Ich variiere die Mittel. Bei Pflanzen die gut angewachsen sind und schon länger ihren Platz bei uns in der Wohnung gefunden haben wechsele ich zwischen Calendula, Calcium carbonicum und Silicea. Bei Pflanzen die ein Schadbild aufweisen, umgetopft wurden oder neu zu uns gekommen sind, wähle ich die Mittel individuell aus.

Ich habe einige Bespiele unserer Sorgenkinder zusammengefasst:

Von einer lieben Freundin bekamen wir einen Aloe Vera Ableger geschenkt. Zuerst lebte sie sich gut bei uns ein. Ein Standortwechsel schadete ihr sehr.

P1060369  Die Pflanze wirkte kraftlos, ich stützte die Blätter mit Gläsern damit sie nicht völlig abknickten. Als Notfallmittel bekam die Aloe Vera Pflanze Carbo vegetabilis, einen neuen Standort und anschließend Silicea zur Stärkung.

P1110048   Der Aloe Vera Pflanze geht es wieder sehr gut. Sie hat neue Blätter ausgetrieben. Die Behandlung der Aloe Vera habe ich in dem Bericht „Homöopathische Notfallmittel für Pflanzen“ dokumentiert.

P1040448   Von Stefan’s Mutter bekam ich einen Ableger ihrer Sanseveria geschenkt. Diese Pflanze war gleich zweimal großem Streß ausgesetzt.  Sie hatte sehr wenig Wurzeln. Es bestand die Gefahr das sie nicht ausreichend versorgt wird und die großen Blätter absterben. Um die Sanseveria zu unterstützen behandelte ich sie mit Calendula C 30. Sie wuchs sehr gut an, alle Blätter konnten erhalten werden. Die genaue Behandlung könnt ihr bei „Calendula zur Pflanzenstärkung“ lesen.

Die Sanseveria wuchs weiter, doch dann kam der 09.01.2015 und mit ihm ein Sturm. Dieser Sturm schlug das gekippte Wohnzimmerfenster auf und die Sanseveria landete, mit anderen Pflanzen, auf dem Boden.

P1080385   Glücklicherweise waren keine Blätter beschädigt, aber die Wurzeln waren teilweise abgerissen. Stefan topfte alle Pflanzen wieder ein und ich goß mit Arnicawasser an.

P1110040   Die Saneveria hat sich zu einer gesunden, kräftigen Pflanze entwickelt. Sie hat schon einige neue Blätter ausgetrieben.

P1080264  Aus drei mach‘ eins. Wir haben drei kleine Weihnachtskakteen. Alle blühten fleißig, sahen jedoch einzeln eher dürftig aus.

P1080270  Ich habe die Kakteen zusammen in einen Topf gesetzt und mit Silicea, als Stärkungsmittel beim Umpflanzen, gegossen. Die Pflanze ist mittlerweile gut weitergewachsen und macht uns mit ihrer Blütenpracht sehr viel Freude.

Von unserem Norwegenurlaub haben wir uns einen Zimmerfarn mitgebracht. Wir hatten ihn schon am Anfang unserer Tour gekauft und er hat die Rundreise sehr gut verkraftet.

P1110010  Wieder zuhause suchten wir einen guten Standort für ihn. Er fühlte sich merkbar unwohl, die Blätter welk und ich mußte viele davon abschneiden. Seit einigen Wochen steht der Farn in unserem Bad und wird von mir zweimal in der Woche in der Dusche sanft abgebraust. Da war guter Rat teuer: „Wie kann ich homöopathische Mittel verabreichen?“ Ich legte 3 Globuli Calcium carbonicum D6 auf die Blumenerde und brauste die Pflanze weiterhin zweimal in der Woche ab, dabei lösten sich die Globuli langsam auf. Meine Idee war es das homöopathische Mittel wie Langzeitdünger anzuwenden.

Der Farn treibt mittlerweile wieder aus und hat sich gut erholt. Es gibt noch einige leicht gelbe Blätter. Beim nächsten Abbrausen werde ich noch einmal 3 Globuli Calcium carbonicum D6 zugeben.

Die homöopathischen Mittel haben sich bei der Pflege und Behandlung unserer Zimmerpflanzen sehr bewährt. Die geschädigten und kränklichen Pflanzen haben alle überlebt, sie treiben aus und es geht ihnen mittlerweile gut.

 

 

Silicea, der Bergkristall

P1080295   In der Pflanzenhomöopathie ist Silicea ein hervorragendes Kräftigungsmittel. Bei folgenden Schäden habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht:

  • Schock durch Umtopfen oder Umpflanzen
  • Minder- oder Zwergwuchs einer Pflanze
  • witterungsbedingten Schäden durch Kälte, Nässe oder zu großer Hitze
  • Vernachlässigung von Pflanzen

Als Stärkungsmittel habe ich Silicea schon oft eingesetzt. Nachdem ich unsere schwer geschädigte Aloe Vera Pflanze im Juni 2014 mit dem Notfallmittel Carbo vegetabilis (Holzkohle) gerettet hatte wurde die Pflanze von mir 14-tägig mit Silicea-Gießwasser behandelt.

P1060369  Die Aloe Vera vor der Behandlung…

P1080420 …und heute.

Der Aloe Vera Pflanze geht es mittlerweile sehr gut. Sie hat schon drei neue Blätter ausgetrieben.

Unsere Zimmerpflanzen werde ich im Januar und Februar 2015 14-tägig mit einer Silicea-Lösung gießen, damit das Zellgewebe der Pflanzen gekräftigt wird. Ich werde berichten wie sich die einzelnen Pflanzen entwickeln.

Der Bergkristall wurde schon im alten Ägypten als Heilmittel erwähnt. Hildegard von Bingen empfahl den Heilstein bei Magen-, Herz- und Darmbeschwerden, bei Bauchschmerzen und wenn die Augen sich verdunkeln. Sie setzte den Stein ebenfalls ein „wenn Drüsen und Skrofeln am Hals entstehen oder eine Erhebung in der Kehle wächst“

In der Homöopathie wird Silicea (Kieselerde) u.a. bei Hautproblemen oder zu langsam heilenden Wunden angewandt. Auch bei Ohren- oder Mandelentzündungen, Verdauungsproblemen oder wiederkehrenden Erkältungen kann vom Heilpraktiker eine Behandlung mit Kieselerde empfohlen werden.

Aus chemischer Sicht ist der Bergkristall eine Verbindung zwischen Silizium und Sauerstoff (Siliziumdioxyd). Organisch kommt Silizium in Kieselerde vor und wird Kieselgur genannt.

In der Antike wurde der Edelstein für versteinertes Eis gehalten, das nicht zu schmelzen ist. Die Römern glaubten in dem Stein befinde sich der Sitz der Götter. Er sollte Weisheit, Mut und Treue in der Liebe verleihen. Bei den Indianern wurde der Stein in die Wiege der Neugeborenen gelegt und im Buddhismus wird der Bergkristall in Meditationen verwendet.

Um den Bergkristall ranken sich viele Mythen und Sagen. Adalbert Stifter beschreibt in seiner berührenden Erzählung „Bergkrystall“ die Geschichte von zwei Kindern die sich am heiligen Abend im Hochgebirge verirren. Sie verbringen die Nacht in einer Höhle und werden am nächsten Tag, von Bewohnern zweier Dörfer die diesseits und jenseits des Berges liegen, gerettet. Die Geschichte erzählt von den Naturgewalten, von der Schönheit der Berge, von Menschen die sich fremd sind und durch eine Gefahr nahe zusammenrücken. Die Erzählung wurde von Joseph Vilsmaier, sehr frei interpretiert, im Jahr 2004 verfilmt.

Ob in Sagen und Mythen, in der Geschichte oder der Homöopathie, der Bergkristall ist ein faszinierender und sehr vielseitiger Edelstein.