Meine homöopathische Pflanzen-Hausapotheke

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Helix Tosta, Staphisagria, Calendula, Arnica mittlerweile haben sich schon einige homöopathische Mittel für unsere Pflanzen angesammelt. Da heißt es den Überblick bewahren.

Bei kümmernden Pflanzen und Schädlingsbefall jedesmal auf’s Neue in den Büchern nachschlagen und lesen ist sehr zeitintensiv. Schnell kann da die Lust an der Pflanzenhomöopathie schwinden. Damit dies nicht passiert habe ich mir einige Hilfen ausgedacht.

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Die Fläschchen bekommen von mir Aufkleber. Darauf vermerke ich meine Hauptanwendungen des Mittels, z.B. bei Cuprum met. die Verwendung bei echtem Mehltau, Calendula zur Pflanzenstärkung und Helix Tosta gegen Schnecken.

Zwei schöne Kästchen habe ich mit den Aufklebern „gegen Schädlinge“ und „zur Pflanzenstärkung“ beschriftet. In diese beiden Kästchen werden die Fläschen mit den Globuli einsortiert, so finde ich die Mittel bei Bedarf sehr schnell.

Für Mittel die ich immer wieder brauche habe ich homöopathsche Mischungen vorbereitet. Diese muß ich bei Gebrauch nur noch verdünnen und schon kann die Behandlung der Pflanzen beginnen.

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Folgende Mischungen sind bei mir zu finden:

Helix Tosta gegen Schnecken

Staphisagria gegen Blattläuse

Calendula zur Pflanzenstärkung

Silicea – umtopfen, Hitzeschäden und ebenfalls zur Stärkung

Ocimum canum zur Stärkung von Tomaten

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Für jedes Mittel habe ich ein Einweckglas bereitgestellt, mit einem Liter Wasser befüllt und ca.50 Globuli des jeweiligen Mittels dazu gegeben. Auch hier ist die Beschriftung der Gläser sehr wichtig. Meine Aufkleber sehen so aus:


SILICEA C30

Mischung: 1 Liter Wasser
50 Globuli Silicea C30

Anwendung: Zur Kräftigung, beim umtopfen und
umpflanzen – 1 x wöchentlich bis die Pflanze gut
angewachsen ist.
Bei Vernachlässigung und bei Hitzeschäden.

Verdünnung zum Gießen:
100 ml Silicea Mischung
10 Liter Wasser
-mit einem Holzlöffel gut umrühren-

Wurzelbereich gießen und ganze Pflanze
abgießen. Zimmerpflanzen evtl. besprühen.


So kann ich schnell und einfach zu den homöopathischen Pflanzenmitteln greifen.

Bei Bedarf verdünne ich 100 ml der Mischung mit 10 Liter Wasser, rühre die Mischung mit einem Holzkochlöffel gut um und behandele unsere Pflanzen.

Autor: Ursula Philipp

 

 

 

 

 

Staphisagria – Stephanskraut

Der scharfe Rittersporn wird auch Stephanskraut, Läusekraut oder Läusezahn genannt.

Bereits 60 n.Chr. arbeitete der Arzt Dioskurides mit dem „Wilden Staphis“. In seiner Materia Medica beschreibt er die Anwendung einer Salbe gegen Hautjucken, Krätze und Läuse.

Doch hier entsteht ein Erfahrungsbericht und die Anwendung des Mittels bei Pflanzen.

Im Buch Homöopathie für Pflanzen: Ein praktischer Leitfaden für Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen. Mit Hinweisen zur Dosierung, Anwendung und Potenzwahl wird Staphisagria bei „Schnittwunden“ an Pflanzen nach einem Baum- oder Strauchschnitt empfohlen und als sehr gutes Läusemittel aufgeführt.

Pflanzenbehandlungen mit Staphisagria C200

Schadbild:

Blattläuse an einer Stangenbohne

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Dosierung und Anwendungen:

3 Globuli Staphisagria C200 in 150 ml Wasser auflösen.
1.Tag: 3 l Wasser und 50 ml der Lösung abmessen, zusammenschütten. Gut umrühren.

Eine Blumenspritze mit der Lösung füllen und die Unterseite der Bohnenblätter damit besprühen. Die restliche Lösung gießen.

Die verbleibenden 100 ml Staphisagria C200 Mischung gut verschließen und an den zwei folgenden Tagen wie an Tag 1 beschrieben anwenden.

Ergebnis:

Am zweiten Tag waren weniger Ameisen an der Pflanze unterwegs. Beim Blattlausbefall konnte ich noch keinen großen Unterschied sehen.

Nach der dritten Gabe der Staphisagrialösung waren viel weniger Blattläuse an der Pflanze. Allerdings gab es eine Stelle an der der Befall nicht gravierend zurückgegangen war. Ich werde die Pflanze 3 Tage beobachten und dann entscheiden, ob ich die Behandlung wiederhole.

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Ungeachtet des Blattlausbefalls geht es der Pflanze sehr gut. Sie wächst und gedeiht, hat sehr viele Blüten und die ersten Bohnen werden in den nächsten Tagen erntereif sein.

Nach einer Woche sind die Blattläuse an der Balkon-Bohne völlig verschwunden. Die Pflanze wächst und gedeiht, hat viele Blüten und wir ernten jeden zweiten Tag die schmackhaften Hülsenfrüchte.

11.06.2014

Wir haben eine Sonnenblume im Topf. Der Stängel ist im oberen Teil sehr stark mit schwarzen Blattläusen besetzt.

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Ich werde Staphisagria C200, wie oben beschrieben, ansetzen und die Pflanze an den kommenden 3 Tagen damit behandeln.

20.06.2014

Nach der Behandlung mit Staphisagria C200 ist der Blattlausbefall bei der Sonnenblume im Topf sehr stark zurückgegangen. Die verbleibenden Läuse dürfen bleiben.

Autor: Ursula Philipp