Scharrvergnügen

Frau Renell hat uns einen wunderbaren Bericht, mit einer tollen Idee zum Thema „Vogelfütterung“, geschickt.

zwei Meisen-IMG_0765_bearbeitet-1   Wir füttern im Winter Vögel – weil wir unsere Freude daran haben. Unser Schlafzimmerfenster geht bis zum Boden; die morgendliche Vogelbeobachtung, seit diesem Jahr sogar mit Strichliste, ist ein großes Vergnügen.

Ende November kam eine Woche lang eine kleine Schar Distelfinken. Nachdem sie die trockenen Samenstände der Korbblütler abgeerntet hatten, ließen sie sich nicht mehr blicken.

Rotkehlchen   Das Rotkehlchen besucht den Platz hin und wieder. Zaunkönigs brüten regelmäßig bei uns, doch an der Futterstelle war nur er einmal, als ich vor der Plätzchensaison die Keksdosen reinigte. Wie üblich war was vergessen worden, und die Mehlmotten hatten sich gut vermehrt. Ich staunte sehr, als sich auch unser Kater über die lebenden Würmchen hermachte. Wahrscheinlich der gleiche Genuss wie für uns die Krabben.

Anfangs hatten wir ein Futterhäuschen. Später tobte ich mich auf einem Tisch floristisch aus, mit einem variablen Angebot für die geflügelten Besucher. Da waren dann auch durch Reisig und Koniferen kleine Unterschlupfe gegen Schnee und Regen eingebettet. Aber der Holztisch litt, und das Futter matschte.

scharrende Grünfinken   Mittlerweile streue ich vor allem die Sonnenblumenkerne großflächig auf das Staudenbeet. Diese Pflanzen müssen mit der Wurzelkonkurrenz einer Kirschlorbeerhecke, einer Magnolie und eines Goldregens fertig werden. Und da helfen ihnen die Vögel. Der Boden wird durch das Picken wunderbar belüftet. Die kleinen weißen Hinterlassenschaften düngen mit kostenlosem „Guano“. Und der Schalenmulch, der recht lange zum Abbau braucht, bringt zusätzlich Luft in den Boden.

Danke, ihr großartigen kleinen Gartenhelfer!