Quitten, fast vergessene Früchte

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Ein Rosengewächs der besonderen Art, dass ist die Quitte. Sie wird schon lange als Obstbaum kultiviert. Im Wuchs ähnelt er den Apfelbäumen, ist selbstbestäubend und deshalb auch zur Einzelpflanzung gut geeignet.  Die ursprüngliche Heimat ist der östliche Kaukasus.

Die Frucht der Quitte enthält u.a. viel Vitamin C, Natrium, Kalium, Eisen, Zink und auch viel Pektin.

In Mitteleuropa finden wir meist birnen- und apfelförmige Quittensorten. Diese Sorten sind für den Rohverzehr nicht geeignet. Sie sind sehr hart und durch Gerbstoffe auch bitter. In der Türkei wird die Shirin-Quitte angebaut, diese kann auch roh gegessen werden.

Quitten werden sehr selten in Supermärkten oder auch Bioläden angeboten. Auf dem Wochenmarkt ist die Chance größer, Quitten zu finden. Wir essen sehr gerne Quittengelee und Quittenbrot. Ein guter Grund im Jahr 2007 einen Quittenbaum zu pflanzen. Im Frühjahr sind die zarten weißen Blüten wunderschön anzusehen.

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Vor der Öffnung der Blüte sind kleine rosa Knospen zu sehen. Unser Baum blüht jedes Jahr üppig und lockt viele Bienen und Hummeln zur Bestäubung an.

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Hier ist schon die kleine Frucht zu sehen. Gegen Ende des Sommers muß Stefan oft die Zweige stützen, so reich trägt der Baum.

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Leuchten die Früchte in sattem Gelb ist, im Oktober, die Zeit der Ernte gekommen.

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Nach der Ernte lassen wir die Früchte noch ein paar Tage in einem kühlen Raum stehen, sie duften wunderbar.

Vor der Verarbeitung muß der Flaum der Quitte abgerieben werden.  Dieser Pelz enthält sehr viele Bitterstoffe. Ich entferne den Flaum mit einem groben Tuch. Danach beginnt die Verarbeitung der aromatischen, aber harten Früchten.

In diesem Jahr werde ich neben dem traditionellen Quittengelee und dem Quittenbrot auch Quittenlikör ansetzen.

 

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